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Gehrden 20 Jahre Avacon: Radgruppe besucht Standort
Umland Gehrden

Gehrden: 20 Jahre Avacon: Radgruppe besucht Standort 

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18:05 05.07.2019
Am Avacon-Standort in Gehrden macht die Gruppe einen kurzen Zwischenstopp. Avacon-Kommunalreferent Frank Glaubitz (links) begrüßt sie. Quelle: Elena Everding
Gehrden

Der Strom- und Gasnetzbetreiber Avacon wird in diesem Jahr 20 Jahre alt, den Standort Gehrden an der Bahnhofstraße gibt es allerdings unter anderem Namen schon seit mehr als 120 Jahren. Zum Jubiläum radelt eine Gruppe von Mitarbeitern zurzeit durch das Netzgebiet und machte auch einen Zwischenstopp in Gehrden.

„Seit 121 Jahren ist Gehrden Standort für sichere Stromversorgung“, sagte Werner Neiseke, Hobbyhistoriker und früherer Techniker bei Avacon. In seinem Vortrag vor geladenen Gästen und der Radfahrergruppe beleuchtete er die Geschichte des Stromnetzes vor Ort und des Standorts Gehrden.

Empfangshaus von Avacon entstand um 1900

Das große Wohnhaus in Bahnhofstraße, in dem Avacon heute seinen Empfang hat, entstand um 1900. Zu dieser Zeit wurde die Straßenbahn, betrieben von der Überlandwerke und Straßenbahnen Hannover AG (Üstra), ein wichtiges Verkehrsmittel für die Menschen. Orte an der Straßenbahnstrecke, wie auch Gehrden, profitierten als erste von der Elektrifizierung, denn die Üstra war damals auch Stromanbieter.

Im heutigen Avacon-Gebäude war damals die Betriebsverwaltung – auch noch, als die Üstra die Stromsparte 1929 an die Hannover-Braunschweigische Stromversorgungs AG (Hastra) abgab, erzählte Neiseke. „1978 kam dann das Umspannwerk in Gehrden dazu, weil immer mehr Strom benötigt wurde“, erklärte er. Vor 20 Jahren fusionierte die Hastra dann mit vier weiteren Unternehmen zur heutigen Avacon AG, die seit 2005 zu E.ON gehört. Avacon gehört zu den größten regionalen Strom- und Gasnetzbetreiber in Deutschland. Auch der Standort in der Gehrdener Bahnhofstraße wurde immer weiter vergrößert. 2002 kam das letzte Gebäude, die Rotunde, dazu.

Avacon: Vom Stromanbieter zum Netzbetreiber

Seit mehr als zehn Jahren ist Avacon durch Netzentflechtung kein Stromanbieter mehr, sondern nur noch Netzbetreiber. „In Gehrden hatte das nicht so viele Auswirkungen, da wir hier sehr technisch ausgerichtet sind“, sagte Kommunalreferent Frank Glaubitz. Mit 65 Mitarbeitern sei es ein eher kleinerer Standort. Die Energiewende wird auch hier zu spüren sein: „Sie wird die Energiewirtschaft auf den Kopf stellen“, sagte Glaubitz. 40 Prozent des Stroms stamme aus erneuerbaren Energiequellen, da es viele Menschen auf wenig Fläche gebe.

Radgruppe besucht verschiedene Avacon-Standorte

In Gebiete, wo dies andersherum ist, radelte die Fahrradgruppe noch am Donnerstag und Freitag weiter. „Sie fahren vom niedrigsten Punkt des Versorgungsgebiets an der Nordseeküste bis zum höchsten“, sagte Pressesprecherin Michaela Fiedler. Insgesamt zwei Wochen ist die Gruppe unterwegs. Auf den etwa 1000 Kilometern besuchen sie die verschiedenen Avacon-Standorte. Die Mitfahrer wechseln ab und zu durch, etappenweise können sich auch weitere Radler anschließen. Am Freitagnachmittag kommen sie dann auf dem Brocken an – auf den Gipfel geht es allerdings mit der Brockenbahn und nicht mit dem Rad.

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Von Elena Everding

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