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Gehrden Hitze und Trockenheit: Am Gehrdener Berg sterben die Buchen
Umland Gehrden

Gehrden: Am Gehrdener Berg sterben die Buchen

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07:48 03.07.2019
Die übermäßige Trockenheit ist ein Problem für die Bäume am Gehrdener Berg. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Gehrden

Wer aufmerksam durch den Wald am Gehrdener Berg geht und den Blick nach oben zu den Baumkronen richtet, sieht immer wieder vertrocknete Blätter und Äste. „Beängstigend, was mit den Bäumen passiert“, sagt Uwe Hundertmark, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Gehrdener Berg.

Holz muss schnell geerntet werden

Die Buchen sind besonders von der übermäßigen Hitze und Trockenheit betroffen. „Die Wurzeln sind zwei bis drei Meter tief, doch in diesem Bereich ist kein Wasser mehr vorhanden“, erklärt Hundertmark. Die Schäden an den Bäumen seien nicht erst in den vergangenen Tagen entstanden, merkt der 60-Jährige an. Die monatelange Trockenheit im vorherigen Jahr sei in erster Linie für das Absterben der Buchen verantwortlich.

Uwe Hundertmark, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Gehrdener Berg, zeigt einen betroffene Buche. Sie müsste dringend geerntet werden, damit das Holz noch genutzt werden kann. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Die braunen Blätter in den Baumkronen sind nur der Anfang der Probleme, betont der Vereinsvorsitzende. Durch die extreme Sonneneinstrahlung reißt die Rinde auf und platzt. In diesen offenen Stellen der Bäume würden sich Pilze und Insekten einnisten und diese schädigen die Buchen massiv. „Das führt zu einer raschen Holzentwertung“, sagt Hundertmark. Daher fordert der Verein jeden Waldbesitzer auf, die Buchen zeitnah zu ernten, damit das Holz noch genutzt werden kann.

Es muss endlich wieder mehr regnen

Der Wald kämpft bereits seit zwei Jahren mit anderen Schwierigkeiten. Zuerst war die Fichte durch die Stürme angegriffen und von Borkenkäfern befallen. Anschließend bekamen die Eschen eine Pilzkrankheit, die zum Absterben der Bäume führte. Nun ist die Buche ebenfalls bedroht. „Auch wenn jeder den Sommer liebt, die Bäume brauchen dringend Wasser“, sagt der Vorsitzende. Doch starker Regen mit Gewitter würde nicht helfen. Um den harten Boden am Gehrdener Berg aufzuweichen, müsste es über längere Zeit langsam regnen, betont Hundertmark mit Blick zum Himmel. Doch seine Hoffnung wird sich vermutlich nicht erfüllen. Zwar soll es in den nächsten Tagen keine subtropischen Temperaturen mehr geben, doch Regen ist auch nicht in Sicht.

In den kommenden 15 Tagen fällt kaum Regen, lautet die Prognose des Deutschen Wetterdienstes. Lediglich südlich der Donau und entlang der Küstenstreifen der Nord- und Ostsee fällt Niederschlag. Im Süden könnte es örtlich sogar mal zu stark regnen, denn es kommen immer wieder Gewitter auf. Der Rest des Landes bekommt nicht mehr ab, als den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein. Für den heimischen Wald und die Bäume am Gehrdener Berg eine Katastrophe.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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