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Gehrden Betrieb des Delfi-Bades soll auf den Prüfstand
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Gehrden: Betrieb des Delfi-Bades soll auf den Prüfstand

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18:11 17.12.2019
Das Delfi-Bad ist seit 15 Monaten eine Baustelle. Quelle: Stephan Hartung
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Gehrden

Bürgermeister Cord Mittendorf wagte eine vorsichtige Prognose: Das Hallenbad im Delfi-Bad soll im Frühsommer wieder genutzt werden können. Das zumindest ist die leise Hoffnung des Verwaltungschefs. Der Bereich ist seit Juli 2018 wegen Sanierungs- und Reparaturarbeiten gesperrt, eine Wiedereröffnung musste in dieser Zeit immer wieder verschoben werden.

Nun glauben die Verantwortlich, eine Lösung gefunden zu haben. Der Rat der Stadt hat im Oktober beschlossen, dass das Schwimmbecken eine Edelstahlfassung bekommen soll. Bislang war das Becken gefliest. Die Kosten dafür belaufen sich auf mehr als 900.000 Euro.

Parteien fordern neuen Konzept

Die Ratsmitglieder hoffen auch, dass die Halle bald wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung steht. Das allein reicht ihnen aber nicht aus. Sie fordern ein neues Betreibermodell. „Wir wünschen uns eine dringende Entlastung durch einen neuen Betreiber oder Mitbetreiber wie zum Beispiel die Purena“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Thomas Spieker, in seiner Haushaltsrede. Zudem sollte über Konsolidierungspotenziale wie einen Schließtag oder die Abschaffung des Frühschwimmens nach der Wiedereröffnung des Hallenbades diskutiert werden, meint er.

Ähnlich äußerte sich auch der SPD-Fraktionschef Henning Harter. „Die Kostenstruktur muss auf den Prüfstand“, sagte er. Lösungen mit Kooperationspartnern, mit dem Ziel, den Zuschussbedarf angemessen zu minimieren, seien zeitnah anzustreben. Eines machte Harter aber deutlich: Das Delfi-Bad sei ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. „Eine Schließung wird es mit der SPD-Fraktion nicht geben“, betonte er.

Die AfD bezeichnete das Delfi-Bad als ein Fass ohne Boden, das immer wieder neue Kosten verursache. „Uns fehlt ein nachhaltiges Konzept“, kritisierte Lars Heiner.

Jährlicher Zuschussbedarf

Die Verwaltung ist zurzeit dabei, verschiedene Betreiber- und Finanzierungsmodelle zu prüfen. Ziel ist es laut Fachbereichsleiter Nurettin Demirel, den Haushalt zu entlasten. Der Betrieb des Delfi-Bades muss aktuell im Jahr mit rund 700.000 Euro bezuschusst werden.

Übrigens: Das Bistro Lagune und der Saunabereich sind von der fortdauernden Schließung des Badebereichs nicht betroffen und können besucht werden. Wer in der Sauna schwitzen möchte, kann dies täglich – außer montags – ab 9 Uhr machen. Das Bistro ist von Dienstag bis Freitag, 9 bis 21 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 9 bis 19 Uhr, sowie montags von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

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