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Gehrden Bürgerinitiative beteiligt sich an der Stadtplanung
Umland Gehrden Bürgerinitiative beteiligt sich an der Stadtplanung
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14:39 28.02.2019
Die Mitglieder der Bürgerinitiative "Wir in Gehrden" Gerhard Finger (von links), Sibylle Weimar, Eva Ehrenberg-John, Christiane Strassmann und Edmund Jansen sammelten mit ADFC-Mitglied Wernhard Thielemann (Dritter von links) Ideen für die Verkehrsplanung in Gehrden. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Gehrden

Am Ende des Abends waren die Tafeln vollgeschrieben. Die Bürgerinitiative (BI) „Wir in Gehrden“ (ehemals „Wir sind Gehrden“) organisierte ein Treffen, um Ideen und Wünsche zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Burgbergstadt zu sammeln. Im Ratskeller tauschten sich Fußgänger, Fahrradfahrer, Autofahrer und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel (ÖPNV) über die Mängel zahlreicher Verkehrsstrategien aus und diskutierten über Gefahrenstellen in Gehrden. „Wir fassen die Mängel und Ideen zusammen und geben das Protokoll an die Stadt und Verwaltung weiter“, sagte Eva Ehrenberg-John, stellvertretende Sprecherin der BI.

Bürger bemängeln zahlreiche Verkehrssituationen in Gehrden

Nach einer kurzen Einführung in das Thema teilten sich die vier Gruppen auf und ein Moderator schrieb die Hinweise und Anregungen auf eine Tafel. In den meisten Fällen äußerten die Bürger ihren Unmut über das herrschendes Verkehrschaos in der Stadt. Hans Burrmann-Eckart wohnt in der Nähe der Hornstraße und bemängelt das ständige unrechtmäßige Parken einiger Autos. „Ich spreche die Fahrer manchmal an und es ist unerhört, welche Ausreden sie haben“, erzählte Burrmann-Eckart. Daher fordert der Fußgänger die Verwaltung auf, sich stärker für die Kontrolle des Parkverbots einzusetzen.

Die Fußgänger Wolfgang Lies (von rechts), Hans Burrmann-Eckart und Edmund Jansen schreiben Mängel und Ideen für die Verkehrsplanung in der Stadt Gehrden auf. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Als gefährlichste Verkehrssituation nannten die rund 50 Teilnehmer die Ecke Gartenstraße / Nordstraße am Steintor. Die Bürger waren sich einig, dass der Knotenpunkt sehr unübersichtlich für alle Verkehrsteilnehmer sei und entschärft werden müsste. Für die Radfahrer sei es besonders ärgerlich, dass die Sparkassen-Kunden mit ihren Autos über den Fahrrad- und Radweg fahren müssen. „Als Fahrradfahrer ist man das schwächste Glied“, sagte Wernhard Thielemann, Sprecher der Ortsgruppe des Fahrradclubs ADFC Gehrden/ Ronnenberg. Als Moderator der Fahrradfahrer forderte er, dass die Parkplätze an der Sparkasse näher zur Straße verlegt werden. Die ÖPNV-Fahrer zeigten auf, dass die Busse in den Straßen Vorfahrt haben sollten, damit der Verkehr sich nicht staut. „In manchen Fällen kann der Bus nicht von der Gartenstraße auf die Nordstraße abbiegen“, sagte Gerhard Finger.

Bürgerinitiative fordert Verkehrskonzept

Die Wünsche der Autofahrer erläuterte Strassmann und betonte, die Notwendigkeit eines Verkehrskonzept für die gesamte Stadt Gehrden. „Es darf nicht sein, dass immer nur kleine Teile angeschaut werden“, betonte Strassmann. Die Autofahrer wünschen sich daher mehr Parkplätze in der Innenstadt und an der Franzburger Straße. Weiterhin kritisieren sie die Verkehrsführung an der Kreuzung Ronnenberger Straße/Stadtweg und die zahlreichen Autos im Schäfereiweg. „Die Straßen in der Nähe des Matthias-Claudius-Gymnasiums sind längst zu Durchgangsstraßen geworden“, sagte Strassmann.

Nach wie vor umstritten: Der umgestaltete Kreuzungsbereich am Steintor. Quelle: Archiv

Nach der Auswertung der zweistündigen Veranstaltung möchte die Bürgerinitiative ausgewählte Verkehrsexperten ansprechen, damit ein konkreter Plan ausgearbeitet werden kann. „Wir wollen nicht nur jammern, sondern mit anpacken“, ergänzte Edmund Jansen.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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