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Gehrden Das wünschen sich die Lemmier in ihrem Ort
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Gehrden:Das wünschen sich die Lemmier in ihrem Ort.

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17:49 27.11.2019
Die Dorfbewohner tragen sich nach der Präsentation an verschiedenen Stelltafeln in Teilnahmelisten für künftige Projektgruppen ein. Quelle: Ingo Rodriguez
Lemmie

Die Dorfbewohner von Lemmie wünschen sich künftig mehr Angebote für gemeinsame Freizeitaktivitäten in den Bereichen Gesellschaft, Kultur und Sport. Diese konkreten Wünsche gehen aus den Ergebnissen einer Dorfbefragung hervor, an der sich etwa 45 Prozent der Einwohner beteiligt haben. Vor allem über ein Dorfcafé, gemeinsame Kinoabende und eine digitale Übersicht aller angebotenen Veranstaltungen im Ort würden sich die Lemmier freuen.

Im Café Gerlach stellten die Mitglieder des Arbeitskreises Lemmie 2020 jetzt zum ersten Mal die wichtigsten Ergebnisse ihrer Fragebogenaktion vor. Eine Erkenntnis, die besonders zuversichtlich stimmt: Mehr als die Hälfte der beteiligten Bürger ist bereit, sich für die Umsetzung von Wünschen ehrenamtlich zu engagieren – und einige haben bereits erste Arbeitskreise gegründet. Zur öffentlichen Auswertung der Ergebnisse waren rund 50 Dorfbewohner gekommen. Für den Arbeitskreis, dem Mitglieder des Ortsrates, der Feuerwehr, der Kita und weiterer Organisationen sowie Einrichtungen aus Lemmie angehören, übernahm Jens Feisthauer die etwa 30-minütige Präsentation der Fragebogenstatistik. Im Juni waren im Dorf etwa 620 Bögen verteilt worden. „Es gab einen Rücklauf von 286 Fragebögen. Das bedeutet, dass mehr als 46 Prozent aller Lemmier Ideen für die Zukunft des Ortes eingebracht haben“, berichtete Feisthauer.

Die Dorfbewohner hören sich die Vorstellung der Befragungsergebnisse an. Quelle: Ingo Rodriguez

Wünsche auf der Notenskala

Weil die Teilnehmer ihre Wünsche auf einer Notenskala nach ihrer besonderen Dringlichkeit bewerten sollten, konnte der Arbeitskreis auch messbare Ergebnisse aus den abgegebenen Bögen herleiten. Bei zusätzlichen sozialen Aktivitäten steht in Lemmie demnach ein Dorfcafé ganz oben auf der Liste. Dafür sprachen sich 202, also rund 70 Prozent der Befragten aus. Einen weiteren Spitzenwert erzielte mit 197 Nennungen ein Dorfkino mit gemeinsamen Filmabenden. Großes Interesse besteht laut Feisthauer auch an weiteren Einkaufsmöglichkeiten, am gemeinsamen Musikmachen, Kochen und an Reparaturhilfen. Die mit Abstand häufigste Nennungen erhielt jedoch der Wunsch nach einer digitalen Plattform: „Ein Veranstaltungskalender als Übersicht aller im Dorf angebotenen Veranstaltungen und Aktionen“, sagte Feisthauer.

Überrascht zeigte er sich von dem Wunsch, gemeinsam zu musizieren: „Dafür gibt es in Lemmie 126 interessierte Personen: Da lässt sich viel auf die Beine stellen.“ Problematischer sei es dagegen, Einkaufsmöglichkeiten oder einen Raum für zusätzliche Aktionen umzusetzen. „Da wird politische Unterstützung notwendig“, sagte Feisthauer.

Jens Feisthauer vom Arbeitskreis Lemmie 2020 stellt im Café Gerlach die Ergebnisse der Dorfbefragung vor. Quelle: Ingo Rodriguez
Die Dorfbewohner diskutieren nach der Vorstellung der Befragungsergebnisse über künftige Projekte, Aktionen und Freizeitaktivitäten in Lemmie. Quelle: Ingo Rodriguez

Markant waren in seiner Präsentation noch weitere Ergebnisse: Etwa die Hälfte aller Befragten interessiert sich für zusätzliche Angebote im Bereich Gesundheitssport. Häufig genannt wurden auch die Wünsche nach einem Bolzplatz und einem Tischtennisangebot. 108 Befragte würden künftig gern mit anderen Lemmiern gemeinsam basteln. Hoffnungsvoll stimmt den Arbeitskreis die von 159 Lemmiern zugesagte Bereitschaft, sich bei der Umsetzung von Aktionen persönlich zu engagieren – 57 davon bieten unter anderem sogar konkret ihre Unterstützung als Einkaufshilfe an.

Erste Helfer gefunden

Zwar waren die Daten der Fragebögen anonym abgegeben worden. Trotzdem zeichnen sich für die Umsetzung schon konkretere Personengruppen ab. „Nach der Präsentation haben sich viele Bürger in Listen für bestimmte Themenbereiche eingetragen“, berichtete Feisthauer. Die Aufgabe des Arbeitskreises sei es nun, die interessierten Bürger zu vernetzen. „Viel hängt jetzt vom weiteren Engagement der Dorfbewohner ab“, sagte Feisthauer. Die Zeichen stehen aber offenbar gut: „Es gibt bereits eine Kulturgruppe. Auch für die Umsetzung von Sportaktionen haben sich schon viele Leute eingetragen“, sagte der Sprecher aus dem Arbeitskreis.

Anwohnerin Jordana Henkel hatte die Präsentation „super gefallen“. Auch sie hatte an der Befragung teilgenommen und sich vor allem einen Bolzplatz für ihren achtjährigen Sohn und andere Kinder im Grundschulalter gewünscht. „Der Sportplatz liegt ja hinter der Bahn und ist viel zu weit weg, um dort kleine Kinder ohne Begleitung regelmäßig hingehen zu lassen“, sagte die Mutter.

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Von Ingo Rodriguez

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