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Gehrden Elftklässler werden Vorstand eines Wirtschaftsunternehmens
Umland Gehrden

Gehrden: Elfklässler sind Vorstand eines Unternehmens.

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18:09 09.09.2019
Hanna Robbers (von links), Michel Piegsa, Julia Bühmann, Alexander Chrisandt und Luca Höfinghoff berichten über ihre Erfahrungen. Quelle: Franz-V. Reitzler
Gehrden

Das Management Information Game (MIG) macht es möglich: Elf Schüler der elften Klasse des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Barsinghausen und zehn Elftklässler des Matthias-Claudius- Gymnasiums (MCG) Gehrden haben für eine Woche ihren Platz im Klassenzimmer mit einem Sitz im Vorstand eines Wirtschaftsunternehmens getauscht.

Das Management Information Game ist ein Planspiel. Es bringt den Teilnehmern auf spielerische Art und Weise komplexe Zusammenhänge in einem Konzern nahe. Die 21 Schüler aus Barsinghausen und Gehrden waren dabei in drei Gruppen aufgeteilt, welche die Vorstände dreier konkurrierender Unternehmen darstellen. Die Gruppenmitglieder übernahmen jeweils eine Sparte, beispielsweise Forschung, Logistik, Einkauf oder Produktion.

Wirtschaftliche Verantwortung übernommen

Die Herausforderung: Im Verlauf des Spiels mussten die Teilnehmer die richtigen Entscheidungen treffen, um ihr Unternehmen wirtschaftlich vernünftig zu leiten. Michel Piegsa vom MCG etwa musste als Personalvorstand Urlaubszeiten und mögliche Krankheitsausfälle berücksichtigen, um vorauszusagen, wie viel Personal benötigt wird.

Alle drei Gruppen stellten das identische Produkt her: eine Multimediabrille. Jede Gruppe musste sie vor Mitarbeitern der Sponsoren Stadtsparkasse Barsinghausen und Kaufland Dienstleistung GmbH & Co.KG in einer Produktpräsentation erläutern, um aus der Perspektive von Käufern beurteilt zu werden. Das Projekt wurde mit einer Investorenkonferenz beendet, bei der die Entscheidungen einer Gruppe (eines Vorstands) durch die anderen Gruppen (die Investoren) kritisch hinterfragt wurden.

Der Kurs fand in den Räumen der Sponsoren statt. „Die Mitarbeiter haben uns sehr professionell behandelt“, berichtet Michael. Daher sei das Arbeitsumfeld insgesamt sehr real gewesen. Die 15-jährige Hanna Robbers bestätigt: „Man kam sich wie eine echte Unternehmensführung vor.“

Nah an der Stress-Grenze

Das ernste Arbeitsklima habe auch Druck und Stress zur Folge gehabt, berichten die Schüler. Alle hätten eine intensive Zeit gehabt, die sie nah an ihre Stressgrenze gebracht habe. Die ohnehin langen Arbeitszeiten von 8 bis 18.30 Uhr hätten selten ausgereicht. „Oftmals sind wir erst gegen 19 Uhr gegangen und haben zu Hause noch weitergearbeitet“, erzählt Hanna.

Dennoch sind sich alle einig, dass es Spaß gemacht hat. Alexander Chrisandt meint: „Obwohl die Tage elf Stunden lang waren, haben sie sich kürzer als Schultage angefühlt.“ Jeder meint, etwas gelernt zu haben. MCG-Schüler Höfinghoff will nach seinem Abitur sogar einen wirtschaftsorienierten Beruf ergreifen. Lehrer Ingo Kitzel ist vom Erfolg des Projekts überzeugt: „Das Auseinandersetzen mit Stress, die erfolgreiche Zusammenarbeit in Gruppen, genau das ist das Ziel.“

Von Franz-V. Reitzler

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