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Gehrden Ernst-August Hohmann übernimmt den Vorsitz beim Liederkranz
Umland Gehrden

Gehrden: Ernst-August Hohmann übernimmt den Vorsitz beim Liederkranz Redderse.

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17:27 26.01.2020
Urkunde und Blumen für den Ehrenvorsitzenden (von links): Siegfried Elsler, Dietrich Pucknat, Karl-Horst Lindwedel, Ernst-August Hohmann und Hermann Schmidt. Quelle: Heidi Rabenhorst
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Redderse

Die Entscheidung, sich nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden des Männergesangvereins (MGV) Liederkranz Redderse zur Verfügung zu stellen, sei ihm nicht leicht gefallen. „Aber ich habe nun das nötige Alter erreicht und frischer Wind tut einem Verein immer gut“, sagt Karl-Horst Lindwedel bei der Jahresversammlung im Dorfgemeinschaftshaus. Umso größer sei die Freude gewesen, in Ernst-August Hohmann einen jüngeren Nachfolger gefunden zu haben. „Es wäre schade gewesen, wenn sich niemand gefunden hätte“, meint der 86-Jährige, der für seine 46-jährige Mitarbeit im Vorstand zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden ist.

Lindwedel ist bereits seit 67 Jahren Mitglied des Männergesangvereins. „Damals durfte man erst mit 18 Jahren eintreten und das habe ich 1951 sofort getan“, erinnert sich Lindwedel, der im Jahr 1973 zum stellvertretenden Vorsitzenden und im Jahr 2006 zum ersten Vorsitzenden gewählt worden ist. Als Sänger wolle er die Singgemeinschaft solange unterstützen, wie es die Gesundheit zulasse. Der Chor sei aus Redderse nicht wegzudenken und trage seit 135 Jahren zur guten Dorfgemeinschaft bei. „Wir hatten im vergangenen Jahr immerhin 61 Einsätze. Die Beteiligung an den 43 Übungsabenden, die einmal wöchentlich stattfinden, ist sehr gut gewesen. Eigentlich sind immer alle Sänger dabei, es fehlt höchstens jemand aus Krankheitsgründen“, freut er sich.

Neuer Schwung durch Traudl Mücke

Auch wenn der Männergesangverein immer noch Nachwuchssorgen habe, ans Aufgeben werde nicht gedacht. „Den nötigen Schwung und den Mut, weiterzumachen, hat uns vor sechs Jahren die neue Chorleiterin gegeben. Traudel Mücke hält uns mächtig auf Trab“, resümiert Lindwedel. Als sie festgestellt habe, dass der Chor nicht mehr vierstimmig singen könne, habe sie einfach die Lieder umgeschrieben oder neue Stücke komponiert.

Der Altersdurchschnitt von bisher 71 Jahren hat sich jüngst deutlich verringert. Mit Lukas Pforte ist ein 21-jähriger Sänger dem Chor beigetreten. „Leider kann ich nicht immer bei allen Übungsabenden dabei sein, weil ich in Celle als Koch arbeite“, erzählt er. Der junge Mann, der zudem aktiv bei der örtlichen Feuerwehr seinen Dienst ausübt, schätzt vor allem das Gemeinschaftsgefühl.

„Dorf wäre ärmer ohne den Chor“

Dieses Gefühl und das Leben in der kleinen Ortschaft kulturell zu bereichern, hat auch Ernst-August Hohmann dazu bewogen, Lindwedels Nachfolge anzutreten. „Ein bisschen nachdenken musste ich schon, aber es wäre schade gewesen, wenn sich niemand gefunden hätte. Unser Dorf wäre ärmer ohne den Chor“, beteuert der 66-Jährige, der auch im Ortsrat sitzt und der Feuerwehr angehört. „Meines Erachtens gehört ehrenamtliches Engagement einfach dazu, seinen Heimatort lebendig zu halten“, berichtet er.

Der neue Vorsitzende Ernst-August Hohmann (links) bedankt sich bei Karl-Horst Lindwedel für die langjährige Arbeit im Vorstand. Quelle: Heidi Rabenhorst

Und gleich zu Beginn seiner Amtszeit lobt der Chorleiterin Traudl Mücke. „Sie hat uns alle fest im Griff hat“, schmunzelt Hohmann. Mit sehr viel Ehrgeiz und Vertrauen habe sie dem Männerchor eine gewisse Leichtigkeit verpasst.

Verändern wolle er nichts. „Wie alle Chöre haben auch wir Nachwuchssorgen. Aber vielleicht gibt es ja doch noch jemanden, der gerne bei uns mitsingen möchte“, wirbt der neue Vorsitzende für neue Sänger. Seit vergangenem Jahr wird der Männergesangverein von zwei Frauen unterstützt. Mit Rita Krückeberg und Rose Schmidt sei es dem Chor mit seinen elf Aktiven gelungen, das Klangbild aufzuhellen.

Im Vorstand wird der neue Vorsitzende unterstützt von Dietrich Pucknat, Hermann Schmidt und Siegfried Elsler. Gerd Rautenbach wurde für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Seit 40 Jahren ist Wolfgang Müller dabei.

Ausgezeichnet (von links): Gerd Rautenbach wird für 50-jährige, Wolfgang Müller für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Quelle: Heidi Rabenhorst

Neue Sänger sind herzlich willkommen. Die Übungsabende finden jeweils donnerstags von 19 bis 21 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt. In der Pause und nach der Probe bleibt genug Zeit, zum Plaudern und Klönen.

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Von Heidi Rabenhorst

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