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Gehrden Grüne Hausnummer für energetisch saniertes Haus
Umland Gehrden Grüne Hausnummer für energetisch saniertes Haus
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00:17 22.04.2019
Vanessa Kohlmeier (von links), Patrick Ansah sowie Kira Janotta, Gehrdener Klimaschutzmanagerin, vor dem Solardach des Hauses. Quelle: Elena Everding
Gehrden

Ausgezeichnet ist das Haus von Patrick Ansah und Nina Ebinger – und zwar für seine besondere Energieeffizienz. An dem Zweifamilienhaus in der Wilhelm-Raabe-Straße hängt nun die „Grüne Hausnummer“ der Klimaschutzagentur der Region Hannover. Das Ehepaar hatte das Haus umfassend energetisch saniert und wohnt dort seit mittlerweile dreieinhalb Jahren mit seinen beiden Kindern.

Schon seit Langem hatte Ansah den Traum, ein sogenanntes Nullenergiehaus zu bauen. Zwar ist das Haus aus dem Jahr 1962 nicht ganz energieautark, dafür ist es nun ein KfW-70-Haus. Das bedeutet, dass es 30 Prozent weniger Energie verbraucht, als es der gesetzliche Neubaustandard zurzeit vorschreibt. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt der Orthopäde Ansah.

Geschafft das das Ehepaar das, indem es das Haus nach dem Kauf rundum dämmen ließ, auch neue Fenster wurden eingebaut. Auf dem Dach gewinnt eine Photovoltaik-Anlage Strom aus Sonnenenergie. „Wir benötigen nur zusätzlichen Strom, wenn unser Solarstrom nicht ausreicht“, sagt Ansah. Auch die Luftwärmepumpe nutzt die saubere Energie vom Dach, ebenso wird damit Warmwasser erhitzt.

Patrick Ansah befestigt seine Grüne Hausnummer am Eingang. Quelle: Elena Everding

„Mit der Grünen Hausnummer wollen wir Vorbilder für energieeffizientes Wohnen in der Öffentlichkeit sichtbar machen“, sagt Vanessa Kohlmeier von der Klimaschutzagentur. Deshalb verleiht sie seit 2016 die Plaketten, mehr als 100 sind es inzwischen in der Region. Das Ehepaar Ebinger-Ansah bewohnt das dritte ausgezeichnete Haus in Gehrden.

Der Weg dorthin war für sie allerdings nicht ganz einfach: „Wir hatten Schwierigkeiten, die richtigen Fachleute für die Sanierung zu finden“, sagt Ansah. Kosten sparen war für ihn nicht das vordergründige Ziel: „Ich wollte das Haus eher aus Umweltgründen sanieren.“ Den Wunsch nach einem autarken Haus hege er allerdings nach wie vor, stellte er fest.

Bis zum 16. August können sich in diesem Jahr weitere Hausbesitzer für die „Grüne Hausnummer“ bei der Klimaschutzagentur bewerben. Ausgezeichnet werden Neubauten, die mindestens den KfW-Effizenzhausstandard 55 erfüllen und Bestandsgebäude, die auf KfW-Effizenzhausniveau saniert wurden. Auch Einzelmaßnahmen können zu einer Auszeichnung führen.

Von Elena Everding

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