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Gehrden Straßenfest: Hunderte Gehrdener feiern das Hischen Hus
Umland Gehrden

Gehrden: Hunderte Gehrdener feiern das Hischen Hus

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20:29 09.06.2019
Beim Straßenfest herrscht rund um das Hischen Hus ausgelassene Stimmung unter den Besuchern. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Beliebtes Traditionslokal mit Anziehungskraft: Hunderte Gehrdener Bürger sind am Sonnabend zum Hischen Hus gekommen, um der Gaststätte ihre Ehre zu erweisen und mit den langjährigen Gastwirten Carlos und Nicole Schlegel zwei runde Anlässe zu feiern: Seit 35 Jahren schon kommen Gehrdener in das 1825 errichtete Bauernhaus, um dort in entspannter Atmosphäre gesellige Stunden zu verbringen.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1984 zu einem Lokal umgebaut und hat sich seitdem zu einem der beliebtesten Treffpunkte in der Innenstadt entwickelt. Großen Anteil daran hat auch die Familie Schlegel. Seit zehn Jahren schon leitet das Ehepaar die Gaststätte. „Dabei wollten wir den Laden anfangs nur probehalber für sechs Monate übernehmen“, sagte Carlos Schlegel kurz nach dem Auftakt des Straßenfestes, zu dem die Schlegels eingeladen hatten.

Hunderte Gehrdener haben bei einem Straßenfest das Hischen Hus gefeiert. Seit 35 Jahren wird das 1825 errichtete Haus als Gaststätte genutzt. Seit zehn Jahren leitet Familie Schlegel das Lokal.

Ausgelassene Stimmung rund um das Lokal

Zu diesem Zeitpunkt herrschte rund um das historische Gebäude an der Neuen Straße schon ausgelassene Stimmung unter den Besuchern. Auf einer Bühne sorgte Cyril Krueger von den Jetlags für Livemusik, auf einer Hüpfburg tobten Kinder und auf den Bänken sowie am Kuchenbüfett waren die Gäste dicht zusammengerückt. An einem Stehtisch vor dem Hischen Husch nahmen die Gastwirte immer wieder Glückwünsche entgegen. Für Gesprächsstoff sorgte auch die Geschichte des denkmalgeschützten Bauernhauses. Das 1825 errichtete Gebäude habe einst der Familie des früheren Gehrdener Bürgermeisters Heinrich Hische gehört, berichtete Nicole Schlegel.

Die Gastwirte Carlos und Nicole Schlegel freuen sich am Eingang des Hischen Hus vor dem Porträt des früheren Gehrdener Bürgermeisters Heinrich Hische über den großen Zuspruch beim Straßenfest. Quelle: Ingo Rodriguez

Nachkriegsbürgermeister ist Namensgeber

Gehrdens erster Nachkriegsbürgermeister hatte sich in seiner langjährigen Amtszeit bis 1960 um die Stadt verdient gemacht. 1959 verlieh ihm der damalige Bundespräsident Theodor Heuss sogar das Verdienstkreuz am Bande. Bis heute hängt noch ein Porträt Hisches im Schankraum des Lokals. „Das muss auch dort hängen bleiben“, sagte die 37-jährige Wirtsfrau. Im Pachtvertrag für das denkmalgeschützte Gebäude sei der Verbleib aller Bilder und auch Lampen genau geregelt. Nach einem Verkauf gehöre das Haus längst nicht mehr der Familie Strodthoff. Klaus Strodthoff hatte das Gebäude vor 35 Jahren saniert und zu einer Kneipe umgebaut.

Argentinischer Gastwirt mit deutschen Urgroßeltern

Erzählen sollten die Schlegels auch ihre eigene Geschichte: Die Gehrdenerin Nicole hatte den Argentinier Carlos 2003 im Urlaub in Südspanien kennengelernt. „Er lebte damals in Malaga – zweieinhalb Jahre dann mit mir“, sagte die 37-Jährige. 2006 zog es das Ehepaar in Nicoles Heimatstadt Gehrden. 2009 übernahmen sie die Gastronomie im Hischen Hus. „Wir wollten es nur probieren, nun sind zehn Jahre daraus geworden“, sagte Gastwirt Carlos schmunzelnd. Für den 46-Jährigen ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln. „Seine Urgroßeltern kommen aus Deutschland und sind im 19. Jahrhundert nach Argentinien ausgewandert“, nannte Nicole den Grund für den deutschen Nachnamen Schlegel.

Ehrenbürger ist Stammgast

Zu den Gratulanten zählten beim Straßenfest auch die Nachbarn – darunter Gehrdens Ehrenbürger Ernst Mittendorf. Dass er zu den langjährigen Stammgästen gehört, konnte der Vater von Gehrdens Bürgermeister Cord eindrucksvoll belegen. Mittendorf hatte einen Gutschein aus dem Hischen Hus für eine Flasche Sekt aus dem Jahr 1992 mitgebracht. „Nur als Erinnerungsstück, der Gutschein ist abgelaufen“, sagte er lachend.

Von Ingo Rodriguez

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