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Gehrden Kampfsportlern gelingt Testlauf für Taekwondo-Turnier
Umland Gehrden

Gehrden: Kampfsportlern gelingt Testlauf für Taekwondo-Turnier

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15:57 29.09.2019
Eindrucksvolle Vorführung: Die 15-jährige Chalott aus Empelde zerbricht mit einem Fußtritt ein etwa 1,5 Zentimeter dickes Holzbrett. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Brutale Kämpfe mit Knock-Out? Wenn es um die Kampfsportart Taekwondo geht, wird Zuschauern viel mehr geboten als nur direkte Duelle mit gezielten Attacken auf den gegnerischen Körper. Davon haben sich am Sonnabend zahlreiche Besucher beim Turnier Teakwondo-Classics des SV Gehrden überzeugen können. Die Palette der Disziplinen umfasste Schattenkämpfe als Choreografie, mit Schlägen und Tritten in kurzer Zeit möglichst viele Holzbretter zerbrechen, aber durchaus auch Vollkontakt-Kämpfe – immerhin mit Schutzausrüstung. In der Sporthalle an der Langen Feldstraße traten rund 130 Kampfsportler gegeneinander an. Darunter waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Nordrhein-Westfalen.

Beim Taekwondo-Turnier des SV Gehrden treten rund 130 Kampfsportler in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Quelle: Ingo Rodriguez

„Das Turnier ist auch ein Testlauf für uns als Gastgeber der Deutschen Meisterschaften im November“, sagte die Spartenleiterin Caroline Milligan am Mittag. Unter ihrer Führung hat sich die Taekwondo-Sparte in den vergangenen Jahren zu einer viel beachteten Abteilung entwickelt. Mit rund 120 Mitgliedern im Alter von vier bis 50 Jahren zählt die Sparte zu den Aushängeschildern des SV Gehrden.

„Wir haben weiterhin großen Zulauf, weil dieser Kampfsport erwiesenermaßen auch hilfreich gegen Konzentrationsschwächen ist und das Selbstbewusstsein stärkt“, sagte Milligan. Sie begründete so auch den großen Trubel mit unzähligen Sportlern, Helfern und Wettkampfrichtern aus ganz Norddeutschland in der Sporthalle. Sie stellte aber auch klar: „Bei den Deutschen Meisterschaften wird das noch eine ganze Nummer größer.“

Kampfsport mit festgelegter Choreografie

Die Taekwondo-Classics waren für den SV Gehrden bereits die zwölfte Auflage. „Es ist unser eigenes Turnier, das wir mit Unterstützung der Niedersächsischen Taekwondo-Union ausrichten“, berichtete die Spartenleiterin.

Zu diesem Zeitpunkt bereitete sich die zwölfjährige Lucy Mischke vom SV Gehrden gerade auf ihren Auftritt beim sogenannten Poomsae vor. „Das ist eine Choreografie mit festgelegten Techniken eines Schattenkampfes“, erläuterte Milligan die Disziplin. Für das Mädchen ist Taekwondo zu einer großen Leidenschaft geworden. „Es ist ein toller Sport, bei dem ich mich richtig auspowern kann“, sagte sie – und meldete sich mit einem höflichen Taekwondo-Gruß bei den Kampfrichtern an.

Beim Teakwondo-Turnier des SV Gehrden treten die Kampfsportler in verschiedenen Disziplinen an. Quelle: Ingo Rodriguez

Unter den Teilnehmern mit unterschiedlichen Leistungsgürteln war auch die 15-jährige Chalott aus Empelde. Die Jugendliche demonstrierte in einer Wettkampfpause, dass beim Taekwondo viel Energie umgesetzt werden kann. Auf Nachfrage ließ sie von zwei Helfern ein etwa eineinhalb Zentimeter dickes Holzbrett festhalten, holte blitzschnell aus und zertrümmerte die Platte mit dem Hacken ihres rechten Fußes.

Für Spartenleiterin Milligan war die Vorführung eine Gelegenheit, eine weitere Disziplin zu erklären. „Beim sogenannten Speed-Bruchtest müssen innerhalb von kurzer Zeit möglichst viele Bretter mit verschiedenen Schlagtechniken zerbrochen werden“, sagte Milligan.

Erwachsene kämpfen mit Schutzausrüstung

Für die Erwachsenen ab einem Alter von 35 Jahren bot der SV Gehrden bei den Classics eine besondere Disziplin an: Vollkontakt-Kämpfe mit Schutzausrüstung. „In diesem Alter treten die Kämpfer nur unter Gleichaltrigen gegeneinander an, weil junge Männer mit 18 oder 20 Jahren viel schneller sind und die älteren Sportler verprügeln würden“, sagte Milligan. Sie räumte auch ein: „Bei Vollkontakt-Kämpfen kann es trotz Schutz zu Verletzungen oder einem K.o. kommen.“ Zwar sei Taekwondo nur eine Selbstverteidigungsform. „Aber es ist nun einmal eine Kampfsportart“, sagte die Spartenleiterin.

Gelungene Generalprobe für die Deutschen Teakwondo-Meisterschaften in Gehrden: Gut zwei Monate vor dem großen Spektakel haben an einem Turnier des SV Gehrden rund 130 Kampfsportler teilgenommen.

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Von Ingo Rodriguez

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