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Gehrden Landwirt veranstaltet ein Benefizkonzertfür das Kinderhospiz Löwenherz
Umland Gehrden

Gehrden: Konzert für den guten Zweck in Leveste

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19:25 16.06.2019
Detlef Mauritz (links), ehrenamtlicher Mitarbeiter des Kinderhospizes, überreicht Gastgeber Ludwig Giesecke ein Buch über die Syker Einrichtung.
Detlef Mauritz (links), ehrenamtlicher Mitarbeiter des Kinderhospizes, überreicht Gastgeber Ludwig Giesecke ein Buch über die Syker Einrichtung. Quelle: Stephan Hartung
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Leveste

Er hatte extra eine Spendenbox aufgestellt – mit einem großen Kanister, wie man ihn als Landwirt eben so hat. Doch viele Gäste der Benefizveranstaltung in Leveste wollten dem Ausrichter Ludwig Giesecke ihr Geld selbst in die Hand drücken. Beim ersten Spender notierte Giesecke sich dessen Namen und Anschrift für die Versendung einer Spendenbescheinigung noch auf einem Schmierzettel. Doch kurz danach erhielt er weitere Geldscheine. Und so besorgte Giesecke sich schnell ein Notizbuch, der Abend war schließlich noch lang.

Die Band Saitenschlag sorgte für Musik - wegen des Benefizcharakters ohne Gage. Quelle: Stephan Hartung

Zum ersten Mal hatte Giesecke auf seinem Hof in Leveste zu einem solchen Benefizabend eingeladen. Die Veranstaltung mit Livemusik unter der Schirmherrschaft des Ortsrates Leveste wurde von der Stadt Gehrden sowie von vielen Vereinen und Firmen unterstützt. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken kommt dem Kinderhospiz Löwenherz zugute. „So etwas wollte ich schon immer mal machen. Ich bin Vater von vier gesunden Kindern. Da hilft man gern Kindern, denen es nicht so gut geht“, sagte Giesecke. Bislang fehlte für die Umsetzung der Idee aber der Kontakt zu Musikern. Im Vorjahr lernte der Landwirt dann Mitglieder der Band Saitenschlag kennen. Nun stand das Quartett um Sängerin Doris Aschenbrenner auf der Bühne in Gieseckes Scheune und spielte ohne Gage.

Hospiz muss Therapiehund bezahlen

Detlef Mauritz, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Kinderhospizes Löwenherz, weiß bereits, wofür das Geld verwendet werden soll. „Bei uns kommt ein Therapiehund ins Haus, der für die Kinder wichtig ist. Das alles verursacht natürlich Kosten.“ Das Hospiz bietet Plätze für zwölf Kinder und Jugendliche. „Es wären sogar 16 möglich, aber auch uns fehlen Pflegefachkräfte.“

In einigen Tagen dürfte die Summe feststehen, über die sich die Einrichtung in Syke freuen kann. Bis dann dürfte Ludwig Giesecke mit seinem Helferteam einen Kassensturz machen. Dabei gilt es nicht nur, den Verkauf von Grillgut, Waffeln und Getränken zu erfassen. Giesecke hat auch ein volles Notizbuch und muss viele Einträge abarbeiten.

Von Stephan Hartung