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Gehrden Digitaler Unterricht: Fünf Schulen kooperieren
Umland Gehrden Digitaler Unterricht: Fünf Schulen kooperieren
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11:58 29.03.2019
Carsten Huge (Zweiter von rechts) zeigt Kathrin Becker (von links), Axel Dettmer, Markus Vehrenkamp und Silvia Bethe die technischen Möglichkeiten. Quelle: Stephan Hartung
Gehrden

Digitalpakt an der Basis: Während bundesweit derzeit über Digitalpakt und voll vernetztes Klassenzimmer diskutiert wird, machen fünf Schulen aus der Region Hannover Nägel mit Köpfen. Sie haben sich zusammengeschlossen und kooperieren hinsichtlich digitalen Unterrichts. Dies sind die Oberschule Gehrden, die Lisa-Tetzner-Schule und das Hannah-Arendt-Gymnasium aus Barsinghausen, die Oberschule Berenbostel und das Kurt-Schwitters-Gymnasium aus Misburg.

Der offizielle Auftakt der Zusammenarbeit war ein Workshop, an dem rund 70 Lehrer aus den fünf Schulen teilnahmen. Und dabei passierte das, was ab sofort in der Praxis erfolgen soll: Gegenseitiger Austausch von Erfahrungswerte unter den Vertretern der Schulen, die allesamt bereits digitalen Unterricht anbieten. „Wir sprechen von einer kollegialen Hospitation. Die Lehrkräfte werden sich gegenseitig Besuche abstatten und Ideen sammeln“, sagt Carsten Huge, Leiter der Oberschule Gehrden. Auch Schüler sind bei den tageweisen Austauschprogrammen dabei. „Das ist ganz wichtig. Denn Schüler sind ja wie Medienscouts, die ihre Erfahrungen dann nach dem Schneeballsystem in die eigene Schule transportieren“, sagt Axel Dettmer, Leiter der Oberschule Berenbostel.

Das sind Beispiele für digitalen Austausch

Bernd Boeck von der Oberschule Berenbostel war begeistert davon, was er in der Oberschule Gehrden gesehen hat: „Die Schüler haben in Arbeitsgruppen auf ihren iPads gearbeitet. Später erfolgte dann auf einem großen Bildschirm die für alle Schüler und den Lehrer sichtbare Präsentation“, berichtet Boeck, der in Berenbostel für den Tablet-Bereich zuständig ist – und die Erfahrung aus Gehrden mit in die eigene Oberschule transportieren möchte. Der Austausch der Kooperationspartner beinhaltet auch, Praxis-Erfahrungen mit verschiedenen Apps zu thematisieren. Die App „Bettermark“ ist ein Standardwerk für den Mathematik-Unterricht. Aber die App „Measure“ kennen die wenigsten Lehrer. Diese App ist auf Naturwissenschaften ausgerichtet, die Oberschule Gehrden war an der Entwicklung beteiligt und kann den Kollegen anderer Schulen bei der Anwendung helfen. Umgekehrt profitiert die Oberschule Gehrden von Apps, die die Kooperationspartner bei sich schon erfolgreich nutzen. hg

Von wem ging eigentlich die Initiative zur Kooperation aus? Vier Schulleiter zeigen auf Carsten Huge. Und das ist kein Zufall. Denn die Oberschule Gehrden ist seit 2010 digital, die Stadt hat über die Jahre 150 000 Euro für Glasfaserkabel, WLAN-Netze, Server und Equipment zur Verfügung gestellt. Ende 2017 erhielt die Oberschule als erste öffentliche deutsche Schule die Auszeichnung „Apple Distinguished School“, weltweit tragen laut iPad-Hersteller Apple 470 Schulen diesen Titel. „Nur weil wir es schon so lange machen, heißt das nicht, dass wir nicht auch über den Tellerrand schauen wollen“, sagt Huge und ist stolz darauf, „dass wir schulform- und standortübergreifend tätig sind“.

Und genau darum geht es, da sind sie alle Pädagogen einig: Entscheidend ist nicht, dass man stolz auf das Arbeiten mit iPad ist und diese haben will, sondern dass mit sinnvollem Einsatz dieser Ausrüstung Schule und Unterricht verbessert werden. Alle Schulleiter werden sich regelmäßig zu Reflexionsgesprächen treffen. Am 29. und 30. Oktober gibt es sogar in der Oberschule Berenbostel eine große Fortbildung zum Thema Digitalunterricht. 250 Lehrer werden erwartet, mit dabei sind natürlich auch die Pädagogen der fünf Kooperationspartner.

Von Stephan Hartung

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