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Gehrden Stadt und Sozialstation setzen auf Elektromobilität
Umland Gehrden

Gehrden: Stadt und Sozialstation setzen auf Elektromobilität

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08:59 08.07.2019
Die SPD-Landtagsabgeordneten Rüdiger Kauroff (links), Thordies Hanisch (rechts) und Claudia Schüßler lassen sich bei ihrem Besuch in Gehrden vom SPD-Fraktionschef Henning Harter (Zweiter von links) und Bürgermeister Cord Mittendorf (Mitte) die neuen Elektroautos der Sozialstation zeigen. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Sie sind zwar noch nicht beschriftet und auch noch nicht offiziell in Betrieb genommen worden. Aber sie sind jetzt da: Die Stadt Gehrden rüstet die kommunale Sozialstation an der Kirchstraße mit neuen Elektroautos aus. Anfang der Woche wurden insgesamt 13 der elektrisch betriebenen Fahrzeuge von einem Renault-Händler aus Göttingen angeliefert – am Montag sollen die neuen Kleinwagen ihre ersten Dienstfahrten machen.

Das haben Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf und die städtische Klimaschutzmanagerin Kira Janotta am Mittwoch ausgerechnet anlässlich eines Besuches von Teilen der SPD-Landtagsfraktion im Rathaus bekannt gegeben. Purer Zufall? Immerhin waren Claudia Schüßler, Rüdiger Kauroff und Thordies Hanisch im Rahmen ihrer Sommertour nach Gehrden gekommen, um sich über die vorbildliche Umsetzung der kommunalen Elektromobilitätsprojekte zu informieren. Doch der Bürgermeister versicherte. Der Besuch ist schon einmal verlegt worden, deshalb konnten wir gar nicht wissen, dass die Abgeordneten ausgerechnet dann kommen, wenn die Autos gerade frisch geliefert worden sind“, sagte Mittendorf.

Fördergelder decken 50 Prozent der Investitionskosten

Zuvor hatten Janotta im Rathaus über die Ankunft der neuen Autos berichtet. Die E-Wagen kosten demnach 26.000 Euro pro Stück und sind auf einem Grundstück an der Kirchstraße neben der DRK-Kleiderkammer untergebracht. Zu dem Gesamtprojekt gehört auch noch die Einrichtung von sogenannten Wall-Boxen zum Aufladen der Batterien. Die Ladestationen sollen auf dem städtischen Areal ebenso noch in Kürze installiert werden wie ein Solar-Carport, das künftig Biostrom für die neue Fahrzeugflotte erzeugen soll.

Das Besondere: Rund 50 Prozent der gesamten Investitionskosten werden laut Janotta über Fördergelder der nationalen Klimaschutzinitiative finanziert. Aus dem Förderprogramm fließen Gelder bis zu einer maximalen Höchstsumme von 200.000 Euro. Laut Stadtsprecher Frank Born sind es die ersten Elektroautos der Stadt Gehrden. Zuvor sei in jüngerer Vergangenheit nur einmal von der Klimaschutzagentur probehalber ein E-Auto als Dienstwagen zur Verfügung gestellt worden.

Anschaffung von 13 kommunalen E-Autos ist regionsweit bislang einmalig

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist es regionsweit bislang auch einmalig, dass eine Kommune insgesamt 13 Elektroautos als Dienstwagen in Betrieb nimmt. Die SPD-Landtagsabgeordnete Schüßler lobte dieses Engagement. Das Projekt sei auch deshalb so sinnvoll, weil Gehrden landesweit eine der wenigen Sozialstationen in kommunaler Trägerschaft betreibe. So sei es sicherlich auch leichter gewesen, für die Förderung den Zuschlag zu bekommen.

Bislang war die Autoflotte der Sozialstation mit erdgasbetriebenen Wagen unterwegs. „Der Leasing-Vertrag läuft jetzt aber aus, deshalb haben wir uns um die neuen Elektrofahrzeuge bemüht“, sagte Born. In der kommenden Woche sollen die geleasten Wagen abgegeben werden. Für die täglichen Zwecke und kurzen Fahrten des kommunalen Pflegedienstes innerhalb von Gehrden seien die elektrisch betriebenen Neuanschaffungen mit einer Reichweite von rund 160 Kilometern pro Ladung geradezu ideal und maximal umweltschonend.

Stadt hat Schadstoffausstoß erheblich gesenkt

Dass die Stadt mit ihren zahlreichen Umweltschutzbemühungen schon sehr viel erreicht hat, war zuvor im Vortrag Janottas deutlich geworden: Bis zum Jahr 2015 hatte die Stadt demnach seit der Einführung des Klimaschutzaktionsprogrammes innerhalb von nur zehn Jahren den Kohlendioxidausstoß pro Jahr und Einwohner von 7,5 auf 3,8 Tonnen gesenkt. Inzwischen kann die Stadt 92 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs mit erneuerbaren Energien produzieren.

Von Ingo Rodriguez

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