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Gehrden Gehrden nutzt neue Wege zur Gigabittechnik
Umland Gehrden Gehrden nutzt neue Wege zur Gigabittechnik
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00:17 14.04.2019
Ein Nano-Trench-Mitarbeiter zeigt in Gehrden wie die innovative Verlegetechnik funktioniert. Quelle: Tobias Welz
Gehrden

Die Gewerbetreibenden in der Burgbergstadt werden in diesen Tagen mit den Voraussetzungen für superschnelles Internet ausgestattet: 23 Kilometer Glasfaserkabel sollen verlegt werden. Dafür werden sieben Kilometer lange Rillen fünf Zentimeter tief in den Asphalt der Straßen gefräst. „Wir wollen unsere Betriebe stärken, das geht nur mit der richtigen Infrastruktur, und die liefert Vodafone“, sagt Bürgermeister Cord Mittendorf.

Niedersachsenweit bislang einzigartiges Verfahren

Mit einem niedersachsenweit bislang einzigartigen Verfahren bereitet das Telekommunikationsunternehmen die Gewerbegebiete Gehrden Ost und Bünteweg/Levester Straße für Datenverkehr in Gigabit-Geschwindigkeit vor. Die Stadt und Vodafone hatten am Mittwoch zum offiziellen Spatenstich eingeladen, gefräst wird allerdings bereits seit Ende März: „Wir mussten uns richtig beeilen mit dem Spatenstich, so schnell wird hier gearbeitet“, sagte Rolf-Peter Scharfe, Leiter Glasfaserkooperationen in dem Unternehmen.

Großer Auflauf beim ersten Spatenstich mit Cord Mittendorf (Dritter von rechts) und Stefan Muhle (links daneben). Quelle: Tobias Welz

Das Verfahren heißt Nano-Trenching und wird von einer österreichischen Fachfirma ausgeführt. Der für Digitalisierung in Niedersachsen zuständige Staatssekretär Stefan Muhle war ebenfalls zum Spatenstich gekommen. „Wir alle wollen von Gehrden lernen“, sagte er. Viele andere Kommunen hätten sich bislang nicht getraut, das Nano-Trenching auszuprobieren – die Bedenken gegenüber der neuen Technik scheinen noch zu groß zu sein. Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf und die anderen Beteiligten sind aber vom Knowhow der Österreicher überzeugt: „Wir wollen Smart City sein, da muss man auch mal andere, neue Wege gehen. Wir sind gerne Vorreiterkommune“, erklärte Mittendorf.

Momentan ist das Internet für Unternehmen zu langsam

Von den rund 100 Gewerbetreibenden in den beiden aktuellen Ausbaugebieten hätten zwischen 30 und 40 Prozent bereits einen Versorgungsvertrag mit Vodafone abgeschlossen, so Vodafone-Experte Rolf-Peter Scharfe. Tendenz steigend: „Seit Beginn der Baumaßnahmen kommen regelmäßig neue Kunden hinzu“, sagt er. Dazu gehört auch die Firma Interket. „Momentan ist das Internet in Gehrden langsam und unzuverlässig“, sagte Mitarbeiterin Silke Große.

Die Maschine der österreichischen Fachfirma fräst sehr schmale Rillen in die Straße, darin findet dann die Glasfaserleitung Platz. Quelle: Tobias Welz

Rolf-Peter Scharfe erklärte, dass auch Mobilfunkkunden in Gehrden von der Glasfaserleitung profitieren sollen. Der neue Sendemast auf dem Sparkassengebäude am Steintor wird von seinem Unternehmen und der Telefónica Deutschland auch ans Glasfaserkabel angeschlossen: „Schon jetzt gibt es 6100 Haushalte in Gehrden, die die Gigabit-Geschwindigkeit von Vodafone beziehen können.“ Das unternehmen investiere in den kommenden Jahren bundesweit rund zwei Milliarden Euro in den Gigabit-Ausbau. Und Gehrden scheint als Vorreiter in Sachen Nano-Trenching-Technologie ganz vorne dabei zu sein.

Von Tobias Welz

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