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Gehrden Geschäftsideen: Schüler entwickeln Notfallarmband und Katzenparfum
Umland Gehrden

Geschäftsideen aus Wennigsen: Schüler entwickeln Notfallarmband und Katzenparfum 

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15:26 10.07.2019
Madita Röttger (links) hat zwar noch keinen Prototypen entwickelt, kann aber trotzdem stolz auf ihre Idee sein. Michelle Pawluk hat ihrem Hunde- und Katzenparfum den Namen „Pleasent Scent“ gegeben. Quelle: fotos: Tobial Welz
Wennigsen

„Wenn Hunde mit Regen in Berührung kommen, dann müffeln sie ganz schön“, sagt KGS-Wennigsen-Schülerin Michelle Pawluk aus Gehrden. Für Tierhalter, die das Problem kennen, hat die 15-Jährige jetzt eine wohlriechende Lösung entwickelt: „Mein Hunde- und Katzenparfüm heißt Pleasent Scent“. Zu Deutsch: Angenehmer Geruch.

Entwickelt hat Pawluk das Produkt während der Schulzeit an der KGS Wennigsen, im NFTE-Unterricht. NFTE (sprich: nifti) steht für Network for Teaching Entrepreneurship. Das Netzwerk will Selbstvertrauen, Eigeninitiative sowie unternehmerisches Denken und Handeln bei Jugendlichen zwischen 13 und 20 Jahren fördern. An der Kooperativen Gesamtschule Wennigsen unterrichten Jörg Langohr und Andrea Schröter einen Wahlpflichtkurs zum Thema im neunten Jahrgang.

Parfüm riecht nach Erdbeere

Wie alle Teilnehmer an dem Kurs hat Pawluk im Laufe eines Schuljahres erst eine eigene Geschäftsidee entwickelt und dafür dann auch einen Businessplan geschrieben: „Ich habe sogar schon einen Prototypen hergestellt“, erklärt die 15-Jährige stolz. Das Parfum im Inneren der kleinen Flasche riecht nach Erdbeeren: „Tierhalter können ihren Liebling damit besprühen oder Möbelstücke, auf denen ihr Tier einen unangenehmen Geruch hinterlassen hat“, fügt sie hinzu.

Notfallarmband für Reiter

Zusammen mit ihrer Freundin Madita Röttger (ebenfalls 15 Jahre alt und aus Gehrden), Emma Leinhäuser, Marco Seemann und dem NFTE-Lehrer Jörg Langohr ist Pawluk Ende Juni nach Osnabrück zum diesjährigen NFTE-Landesevent gefahren und hat dort den ersten Platz abgeräumt. Röttger wurde mit ihrer Idee dort Zweite: „Ich habe ein Notfallarmband für Reiter und Pferd entwickelt“, sagt Röttger.

Wie das Armband funktioniert? Der Reiter trägt es beim Ausritt am Körper. Das Pferd ist gechippt. Wenn Pferd und Reiter getrennt werden oder sich eine bestimmte Zeit lang nicht mehr bewegen, wird per Handy-App ein Notsignal an ausgewählte Freunde und/oder Verwandte gesendet. „Die App zeigt dann sowohl den Standort des Reiters als auch des Pferdes an, und beide können schnellstmöglich gefunden werden“, erklärt Röttger.

Sponsor gesucht

Das Problem mit dem Armband? „Es ist nicht ganz einfach herzustellen und somit nicht ganz billig“, sagt die 15-Jährige. Einen Prototypen gibt es daher noch nicht: „Das haben die Juroren in Osnabrück auch am meisten kritisiert“, gesteht die Schülerin. Genau wie Pawluk sucht sie daher Sponsoren, die ihr bei der Marktreife des Reiternotfallarmbandes helfen können. Pawluk sagt: „Weil ich in Osnabrück Erste geworden bin, darf ich meine Idee im Oktober auf einer Messe in Berlin vorstellen. Wenn ich bis dahin einen Sponsor hätte, wäre das super für die Präsentation dort.“

Dass die Schülerinnen während der Unterrichtszeit Businesspläne entwickeln, gefällt beiden Gehrdenerinnen. Röttger sagt: „Das ist wirklich eine Riesenchance so was in der Schule einmal auszuprobieren.“ Und Pawluk fügt hinzu: „Das macht sich später sicher auch mal gut, wenn wir uns bewerben.“ Außerdem lobten die beiden 15-Jährigen auch das Engagement ihrer NFTE-Lehrer: „Bevor wir nach Osnabrück gefahren sind, durften wir sie sogar am Wochenende anrufen und Fragen stellen“, sagt Pawluk. Und Röttger fügt hinzu: „Herr Langohr war zwar immer noch unser Lehrer, aber irgendwie immer mehr wie unser Coach. Das war cool.“

Mehr zum Thema

Berufsorientierung: Die Sophie-Scholl-Gesamtschule aus Wennigsen hat bereits im vergangenen Jahr tolle Geschäftsideen ihrer Schüler mit einem NFTE-Zertifikat prämiert. Den ersten Preis erhielt Farin – mit seinem Modelabel für junge Leute, das er der Jury selbstbewusst präsentierte.

Von Tobias Welz

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