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Biogasanlage in Gehrden: Rindermist soll Gülle ersetzen

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13:09 12.07.2019
Die Betreiber wollen künftig mehr Rindermist als Gülle in der Biogasanlage Am Wiedfeld verarbeiten. Quelle: Archiv
Gehrden

Es ist ein alter Passus im Bebauungsplan, und er wird nun gestrichen. Es geht um eine sogenannte Acht-Prozent-Regelung für den Betrieb der Biogasanlage Am Wiedfeld. Die besagt, dass der vom Betreiber eingesetzte Anteil an organischer Trockensubstanz aus Kot oder Harn nicht höher als acht Prozent sein darf. „Das ist eine vollkommen unübliche Festsetzung“, sagt Anne Christina Naubert von der Betreiberfirma Energielenker aus Münster. Und ein Hindernis, weil künftig der Anteil an organischer Trockensubstanz auf 23,1 Prozent erhöht werden soll.

Der Plan: Wie bisher sollen im Jahr 1000 Tonnen Mais in der Anlage verarbeitet werden, aber statt 5800 Tonnen Gülle sind 1000 Tonnen Gülle und 4600 Tonnen Rindermist geplant. „Wir verwerten weniger Flüssigkeit, aber mehr Feststoff“, erklärt Naubert. Es werde deshalb kein erhöhtes Transportaufkommen geben und auch keine höheren Geruchsemissionen. Die zuständige Behörde hat bereits zugestimmt.

Rindermist kommt aus der Umgebung

Der Rindermist werde im Silo abgedeckt, versprechen die Verantwortlichen. „Letztlich werden wir an der Anlage nichts ändern“, betont Naubert. Künftig soll nur noch ein geringer Teil an flüssiger Gülle eingesetzt werden und der Rest durch Rindermist ersetzt werden, wodurch das Volumen an anfallenden Gärresten verringert wird. Müsste dagegen weiterhin die bisherige Menge Gülle eingesetzt werden, dann müssten auch die Lagerkapazitäten erhöht werden, bei Rindermist werde sie dagegen reduziert, meint Naubert. Und: Der Rindermist komme aus der näheren Umgebung.

Die Stadt hatte zunächst ablehnend auf den Wunsch der Firma Energielenker reagiert. Sie befürchtete nämlich, dass durch eine Befreiung künftig der Anteil an Gülle, der in der Anlage am Wiedfeld verarbeitet wird, vom Betreiber erhöht wird. Genau das Gegenteil ist aber der Fall. Beabsichtigt sei nicht der Einsatz von mehr flüssiger Gülle, sondern die Möglichkeit des Einsatzes von Mist. Dieses sei nicht nur mit ökonomischen, sondern auch mit ökologischen Vorteilen verbunden, betonen die Energielenker. Und überzeugen damit offenbar die Stadt Gehrden und die Politiker. Die Acht-Prozent-Regelung soll wegfallen.

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Von Dirk Wirausky

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