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00:27 01.08.2015
Von Dirk Wirausky
An der Barsinghäuser Straße klärt ein Hinweisschild auf: Fahrzeugen ab 7,5 Tonnen ist die Durchfahrt verboten. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Wann die Bushaltestelle Schwesternhaus eingerichtet wurde, weiß Frank Born nicht. Aber als er 1982 bei der Stadt angefangen habe, habe es sie bereits gegeben, sagt der Fachbereichsleiter - und seitdem gibt es immer wieder Beschwerden von Anwohnern. Die Gründe: Busfahrer lassen häufig während ihrer Pause den Motor ihrer Fahrzeuge laufen, und die neuartigen Gelenkbusse sind so lang und breit, dass sie die komplette Straße versperren. „Andere Autos kommen nicht mehr vorbei, und die Busse blockieren einen Teil des Gehweges“, kritisiert ein Anlieger. Neulich sei sogar ein Fahrzeug in die Büsche ausgewichen.

Tatsächlich sei die Verkehrssituation auf dem Reserveparkplatz des Klinikums nicht optimal, räumt Born ein. Gerade morgens sei es voll, wenn die Eltern mit Autos ihre Kinder in den Kindergarten Klax bringen. Doch an eine Verlegung der Haltestelle, an der die Buslinie 500 endet, ist nicht gedacht. Dort machen die Fahrer Pause und können auch ein Toilettenhäuschen benutzen. „Uns fehlt zudem die Idee, wohin wir diesen Haltepunkt verlegen könnten“, sagt Born. Eine Verlegung sei eine kostspielige Angelegenheit, weil die Busse eine Wendemöglichkeit haben müssten. Und Umbauten würden auf Kosten der vom Klinikum dringend benötigten Parkplätze gehen.

Auch Harald Niehus, Leiter des Regiobus-Betriebshofes Eldagsen, sieht keine Alternative zu dem Standort, selbst wenn es dort eng ist. Autos könnten problemlos über den Parkplatz fahren, Handlungsbedarf gebe es daher aus Sicht des Unternehmens nicht. Die Kritik der Anlieger am Verhalten der Busfahrer kann Niehus jedoch nachvollziehen. Eines sei den Fahrern deutlich gemacht worden: „Sie sind angewiesen, den Motor abzustellen, wenn sie Pause machen.“

Keinen Spaß verstehen die Anwohner der Barsinghäuser Straße. Dort ist Fahrzeugen ab 7,5 Tonnen die Durchfahrt untersagt - so auch den Bussen. Anders ist es nur, wenn die Stadt die Strecke freigibt wie kürzlich beim Radrennen oder bei den monatelangen Bauarbeiten an der Nordstraße. Das geschah sehr zum Leidwesen der Bewohner. „Die Verlegung der Haltestellen beziehungsweise Buslinien an die Barsinghäuser Straße wegen des Radrennens eines Vereins ist nicht rechtens“, schimpft eine Anliegerin und fordert die Stadt auf, künftig andere Umleitungsstrecken für Busse auszuweisen, zumal der Lastkraftverkehr Straßenschäden hinterlasse. „Wir dürfen das aber“, entgegnet Born. Allerdings benutzen einige Busfahrer auch weiterhin den Abschnitt zwischen Stadtweg und Nordstraße. Die Folge: Sie werden von Anliegern angezeigt.

Die Regiobus hat Verständnis dafür. „Berufskraftfahrer müssen wissen, wo sie fahren dürfen“, sagt Niehus. Eine Durchfahrt durch die Barsinghäuser Straße sei im Fahrplan nicht vorgesehen und schlicht verboten. Die 20 Euro Bußgeld müssten die Fahrer selbst zahlen.

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