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Umland Gehrden Nachrichten Biogasanlage: Güllemenge wird nicht erhöht
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13:48 21.10.2018
Die Biogasanlage Gehrden: Die Betreiber wollen nicht wie die Stadt befürchtet die Güllezufuhr in die Anlage erhöhen, sondern die Möglichkeit des Einsatzes von Mist. Quelle: Wirausky
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Gehrden

 Es ist offenbar ein Missverständnis. Die Firma Energielenker aus Münster, die die Biogasanlage Gehrden betreibt, hatte den Antrag gestellt, einen Passus aus dem aktuellen Bebauungsplan zu streichen. „Gegenstand unseres Antrags ist ein einzelner Satz im Bebauungsplan des Gebiets der Biogasanlage, der aus unserer Sicht sehr unglücklich formuliert wurde“, teilt eine Sprecherin mit. Dort wird festgesetzt, dass der Anteil von organischer Trockensubstanz tierischer Herkunft auf acht Prozent der gesamten organischen Trockensubstanz begrenzt wird. „Von diesem Passus möchten wir befreit werden“, sagt die Sprecherin.

Dies hat die Stadt scheinbar etwas anderes verstanden. Sie befürchtet nämlich, dass durch eine Befreiung künftig der Anteil an Gülle, der in der Anlage am Wiedfeld verarbeitet wird, vom Betreiber gesteigert wird. Die Sorge der Stadt: Mit der Freigabe könnte die Anlage auch ausschließlich mit Gülle gefahren werden, was zu einer enormen Belastung durch Lastwagen führen würde, da die Gülle von weither herangefahren werden müsste. Sie spricht gar von „Gülletourismus“. Außerdem rechnet die Verwaltung mit einer erhöhten Geruchsbelästigung.

Dem widerspricht die Betreiberfirma: „Wir möchten darauf hinweisen, dass wir mit dem Antrag auf Abschaffung der Acht-Prozent-Beschränkung für organische Trockensubstanz aus Kot und Gülle keine Erhöhung der Güllezufuhr in die Anlage erzielen wollen“, heißt es. Beabsichtigt sei nicht der Einsatz von mehr flüssiger Gülle, sondern die Möglichkeit des Einsatzes von Mist. Dieses sei nicht nur mit ökonomischen, sondern auch mit ökologischen Vorteilen verbunden. Abgesehen davon mache der Bebauungsplan auch keinerlei Einschränkungen gemäß der Menge von Gülle – sondern lediglich gemäß dem Anteil an Trockensubstanz aus tierischer Herkunft. „Die Streichung des Passus hätte somit nicht zur Folge, dass wir mehr Gülle einsetzen könnten, sondern lediglich einen höheren Anteil von Trockensubstanz tierischer Herkunft“, betont die Sprecherin. Es sei darüber hinaus gutachterlich bestätigt worden, dass der Betrieb der Anlage nicht zu einer Geruchsbelästigung führe. Und: „Wir beziehen unsere Gülle aus der Region und fördern keinen Gülletourismus“, sagt das Unternehmen. Unabhängig davon: Da Mist mehr Trockensubstanz als flüssige Gülle habe, könne der Einsatz von Mist eine Verringerung des Transportes hervorrufen, sprich eine zusätzliche Verminderung der Umweltbelastung.

Den Antrag hat die Firma Energielenker im Übrigen erst einmal zurückgezogen. „Er hat offensichtlich zu einigen Fehlinterpretationen geführt“, meint die Sprecherin.

Von Dirk Wirausky

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