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Umland Gehrden Nachrichten Neues Konzept soll bei Integration helfen
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00:16 25.05.2017
Von Dirk Wirausky
Nicht nur eine Unterkunft, wie diese am Büntweg, ist wichtig für die Flüchtlinge. Die Menschen sollen auch am Leben im Ort teilnehmen.
Nicht nur eine Unterkunft, wie diese am Büntweg, ist wichtig für die Flüchtlinge. Die Menschen sollen auch am Leben im Ort teilnehmen. Quelle: kruse
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Gehrden

Die Ansprüche in der Flüchtlingsarbeit haben sich rasant verändert. Als Renate Möller vor fünf Jahren ihre Arbeit als ehrenamtliche Integrationsbeauftragte für die Stadt aufnahm, lebten in Gehrden 35 Flüchtlinge, heute sind es 320 aus 14 Nationen. Allein diese Zahl zeigt, dass sich das Arbeitsfeld deutlich vergrößert hat. Aus diesem Grund richtete die Stadt Ende 2014 zunächst eine hauptamtliche 20-Stunden-Stelle für die Flüchtlingssozialarbeit ein. Darüber hinaus wurden die Wohnraumbeschaffung, die Möblierung und Ausstattung der Wohnungen sowie die Belegung mit Flüchtlingen organisiert. Stabsstelle eingerichtet Vor gut einem Jahr reagierte die Stadt erneut. Der Anstieg der Flüchtlingszahlen und der damit verbundene erhöhte Betreuungsbedarf veranlassten sie, eine Stabsstelle für Flüchtlingsarbeit im Rathaus einzurichten und das Personal aufzustocken. Die Stabsstelle unter der Leitung von Jens Dosdall stellt für die ankommenden Menschen eine erste existenzielle Lebensorientierung sicher, koordiniert Flüchtlingshilfen, ist hauptamtliches Fundament der Flüchtlingssozialarbeit und arbeitet mit den ehrenamtlichen Akteuren vor Ort zusammen. Konzept wird weiterentwickelt Wie die künftige Integrationsarbeit aussehen soll, wurde nun schriftlich fixiert. Die Stabsstelle Flüchtlingshilfe hat ein Konzept für die Integration von Zuwanderern ausgearbeitet. Der Inhalt wurde im Vorfeld sowohl mit der Freiwilligenagentur freiraum als auch mit dem Arbeitskreis für Willkommenskultur abgestimmt. Grundsätzlich gilt: Dieses Konzept soll künftig kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt werden, um der jeweiligen aktuellen Situation gerecht werden zu können. Die grundlegenden Ziele sind in dem Integrationskonzept klar definiert: Die Flüchtlinge sollen dabei unterstützt werden, sich in der Kommune zu integrieren. Eine Bereicherung des Zusammenlebens sei durch die Schaffung von Gelegenheiten zur Begegnung und die Anbahnung von sozialen Bindungen zwischen Bürgern und Flüchtlingen zu erreichen, heißt es in der Vorlage, die heute im Einzelnen im Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport vorgestellt werden soll. Dazu sollen die Neuankömmlinge von Beginn an über die örtliche Infrastruktur informiert werden und so schnell wie möglich an Integrationsmaßnahmen teilnehmen. Von Beginn an wurde darauf Wert gelegt, Flüchtlinge, die nach Gehrden kamen, möglichst dezentral in angemieteten Wohnungen unterzubringen, um eine schnelle Integration in das neue Lebensumfeld zu fördern. Und trotz des Neubaus einer Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg für 60 Menschen, das auch gegenwärtig zu 90 Prozent ausgelastet ist, soll dieses Prinzip nach Möglichkeit auch künftig beibehalten werden.