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16:39 21.01.2014
Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Ein S-Bahn-Fahrgast hatte am frühen Dienstagmorgen am Bahnhof Lemmie den zerstörten Automaten bemerkt und die Polizei verständigt. Die alarmierten Beamten entdeckten wenig später auf Gleis 2 in Fahrtrichtung Hannover den zerstörten Fahrkartenautomaten - der Geldauffangbehälter fehlte. Im Rahmen weiterer Überprüfungen stellte sich heraus, dass Anwohner gegen 03:30 Uhr ein Knallen gehört hatten.
 
Nach den heutigen Untersuchungen gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter die Explosion des Automaten mit einem unbekannten Sprengsatz herbeiführten. Der Schaden am Fahrkartenautomaten beläuft sich auf zirka 30 000 Euro. Zur Höhe des entwendeten Geldes können zurzeit keine Angaben gemacht werden. Laut Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst liegt der fünfstellige Schaden aber deutlich über dem Wert der Beute. „Die Automaten werden regelmäßig geleert“, sagt sie.

In der vergangenen Woche war bereits am S-Bahnhof Völksen ein Fahrkartenautomat gesprengt worden. Die Ermittler schließen Zusammenhänge zwischen den Taten in Völksen und nun in Lemmie nicht aus, sagt die Polizeisprecherin. Die Zahl an Sprengungen von Automaten habe sich laut Brunkhorst in jüngster Zeit gehäuft. In ganz Niedersachsen waren es im Vorjahr 28 Fälle, mehr als doppelt so viele wie 2012. In der Region sind im vergangenen Jahr fünf Fälle gemeldet worden. Bei der Bahn gibt es deshalb zurzeit Pläne, die Fahrkartenautomaten umzurüsten und mit einer Farbkassette auszustatten. „Bei der Sprengung eines Automaten werden die Geldscheine verfärbt und damit unbrauchbar“, sagt Brunkhorst.

Das Aufstellen eines neuen Automaten in Lemmie werde einige Wochen dauern, sagt Brunkhorst. Solange gibt es am Bahnhof vorerst keine Tickets zu kaufen. „Kunden sollen sich deshalb im Zug direkt an unsere Mitarbeiter wenden und ihre Karte nachlösen“, sagt Brunkhorst.

Die Polizei bittet weitere Zeugen, die hierzu Hinweise geben können, sich mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 in Verbindung zu setzen.

Ingo Rodriguez 23.01.2014
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