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19:03 03.03.2015
Von Dirk Wirausky
Dieter Mahlert hat die Geschichte des 1825 gebauten Hischen Hus aufgeschrieben. Quelle: Dirk Wirausky
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Gehrden

„Ich will die Gehrdener Bürger für baugeschichtliche Themen sensibilisieren“, sagt Mahlert. Nicht zuletzt die aktuelle Diskussion um das sogenannte Bratsch-Haus am Steinweg zeige, wie groß das Interesse an alter Bausubstanz in der Stadt sei. Für Mahlert ist klar: Der Verlust alter Gebäude macht sich oft schmerzhaft im Stadtbild bemerkbar. Er wolle deshalb Einzelobjekte darstellen. Und das Hischen Hus sei ein gelungenes Beispiel für die Renovierung eines Vierständerhauses - „und das aus Privatinitiative“, betont Mahlert.

Das Hischen Hus ist 1825 gebaut worden. „Es ist eines der ältesten und schönsten Kleinbauernhäuser der Stadt“, sagt Mahlert. Zeitgleich mit dem Hischen Hus wurden zahlreiche andere Gebäude in der sogenannten Vierständerbauweise errichtet. Den Grund für die rege Bautätigkeit zu dieser Zeit glaubt Mahlert zu kennen. Bei einer verheerenden Brandkatastrophe im Jahr 1762 sei fast der gesamte Baubestand der Stadt zerstört worden. „Die Margarethenkirche und das Brauhaus blieben unversehrt“, hat Mahlert recherchiert.

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Das Hischen Hus diente zunächst zum Wohnen und zum Wirtschaften. Erster Besitzer war der Handwerker Daniel Harbohrt. Was er herstellte, ist unbekannt. 1982 wurde das Haus von den beiden Werbekaufleuten Klaus Strodthoff und Ralf Barthel kostspielig saniert und vor dem Verfall bewahrt. Aus dem Bauernhaus wurde anschließend eine Gaststätte.

Der Name des Fachwerkhauses geht auf Heinrich Hische zurück. Der Sozialdemokrat war von 1945 bis 1960 Bürgermeister Gehrden - und er wurde 1883 in dem Haus an der Neuen Straße 8 geboren.

Ingo Rodriguez 01.03.2015
Dirk Wirausky 28.02.2015
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