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Energetisches Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost steht vor dem Aus.

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11:49 23.06.2019
Mehr Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäuden ist ein Thema des Energetischen Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost. Quelle: Archiv
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Gehrden

Mit einer großen Auftaktveranstaltung ist vor gut einem Jahr das Energetische Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost gestartet worden, nun scheint es nicht fortgeführt zu werden. Die Mehrheit der Politiker will aus finanziellen Gründen keine Stelle Sanierungsmanagement einrichten. Die Kosten dafür würden zu 65 Prozent gefördert, den Rest, etwa 175000 Euro, müsste die Stadt für die nächsten fünf Jahre selbst aufbringen.

Zwar sei es wünschenswert, wenn das Programm fortgesetzt werden könne, aber dass es von dieser Stelle abhängig sei, sei schade, meinte Heide Rath (CDU). „Die Haushaltslage gibt es nicht her, dass wir den Posten einrichten“, sagte sie. Hennig Harter (SPD) schlug vor, dass die Klimaschutzmanagerin Kira Janotta einen Teil der Aufgaben übernehmen könnte. Für Thomas Wahner (Bündnis 90/Die Grünen) ist das keine Option. „Wir bleiben auf halber Strecke stehen“, bedauerte er.

Klimaschutzagentur: Sanierungsmanagement nötig

Damit das gemeinsam mit der Klimaschutzagentur der Region initiierte Pilotprojekt Energetische Stadtquartierskonzept Gehrden Ost weiter läuft, sollte die Stelle Sanierungsmanagement eingerichtet werden. Dies hatte Udo Scherer von der Klimaschutzagentur gewünscht. Laut Scherer müsste ein Sanierungsmanagement eingesetzt werden, um den Prozess künftig zu begleiten. „Sonst bricht er ab“, befürchtete er bei der Abschlusspräsentation im März.

Insgesamt wurden im Konzept 42 Maßnahmen für das Gebiet Gehrden-Ost vorgeschlagen. Dazu gehört die Idee zur Gründung von Nachbarschaftsinitiativen wie einer Kooperation zur Solarenergienutzung (100-Dächer-Programm), aber auch der Vorschlag, nationale Förderprogramme stärker zu nutzen, beispielsweise zur Installation von E-Mobil-Ladeinfrastruktur für Mieterhaushalte. Ziele der energetischen Stadtsanierung waren die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden und der Infrastruktur im Quartier.

Von Dirk Wirausky

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