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15:53 07.02.2016
Von Kerstin Siegmund
Edmund Jansen zeigt die erste Bürgersolaranlage, die vor zehn Jahren auf dem Dach der heutigen Oberschule installiert worden ist. Quelle: Lisa Malecha (Archiv)
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Gehrden

Die vor fast einem Jahr gegründete Energie-Genossenschaft Calenberger Land Ener:go mit Sitz in Gehrden entwickelt sich vielversprechend. Der Geschäftsführer Edmund Jansen wirkt buchstäblich Energie geladen, wenn er berichtet: "Endlich können wir in Projekte investieren, die sich besser rechnen. Wir können Solarstromanlagen mit aufgearbeiteten Modulen aufbauen. Durch den günstigen Anschaffungspreis sind wir nicht mehr auf einen hohen Eigenstromverbrauch angewiesen. Selbst mit der anteiligen gesetzlichen Umlage, die man bei größeren Anlagen zahlen muss, rechnen sich die Anlagen wirtschaftlich."

Mit diesen günstigen Aussichten könne die Genossenschaft, die vor fast einem Jahr von 60 Bürgern aus Gehrden, Wennigsen, Ronnenberg und Barsinghausen gegründet wurde, mehr Eigenkapital einsammeln. "Bei der Gründung haben wir beim Einsammeln der Genossenschaftsanteile sehr auf die Bremse getreten. Die Gründungsmitglieder sollten nur die Mindesteinlage von 1000 Euro einbringen.
Für die neuen Projekte wird aber mehr Kapital gebraucht. Die Einlagen können erhöht werden", sagt Jansen, der mit Lutz Knölke die Geschäfte führt.

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Für dieses Jahr hat die Genossenschaft etliche Projekte in Vorbereitung.
• Die geplante Solarstromanlage auf dem Neubau der Oberschule Gehrden wird größer. Statt der 10 kW peak-Anlage für 18.000 Euro soll nun eine 55 kW peak-Anlage für 55.000 Euro gebaut werden.

• Auf der Sporthalle des Gehrdener Gymnasiums kann eine Solarstromanlage errichtet werden - weil das Dach der Hauptsporthalle und der Gymnastikhalle gerade frisch renoviert wurde. Die Ener:go will dort 90.000 Euro investieren.

• Am Klärpumpwerk in Gehrden soll eine Solarstromanlage aufgebaut und zusätzlich ein Kleinwindrad aufgestellt werden. Dafür hat die Region Fördergeld zugesagt. "Wir wollen erkunden, ob eine Solarstromanlage auch auf dem Dach der Kläranlage in Wennigsen möglich ist", sagt Jansen.

• Die Solarstromanlage auf der Sporthalle am Delfi-Bad in Gehrden wird vorläufig nicht gebaut. Der Grund: Das Flachdach muss über kurz oder lang erneuert werden. Nun will die Genossenschaft warten, bis das Dach erneuert ist.

Wegen der guten wirtschaftlichen Voraussetzungen will der Vorstand die Genossenschaft vergrößern. "Wir schreiben deshalb auch Personen an, die auf der Warteliste standen. Die Mindesteinlage bei Beitritt beträgt 1.000 Euro, die in 250-Euro-Schritten erhöht werden kann", sagt Jansen.

Kerstin Siegmund 07.02.2016
Ingo Rodriguez 05.02.2016