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Gehrden: Arbeiten auf dem Marktplatz haben begonnen

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17:07 14.02.2020
Mitarbeiter des Wasserversorgers Purena tauschen zwischen Alte Straße und Hornstraße eine Wasserleitung aus. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

Einer Baustelle gleicht der Marktplatz in Gehrden: Der Wasserversorger Purena hat damit begonnen, zwischen Alte Straße und Hornstraße eine Wasserleitung auszutauschen. Im Zuge dessen wird die Abwassergesellschaft Gehrden neue Hausanschlüsse zum vorhandenen Abwasserkanal legen lassen. Es ist der Beginn der Sanierung des gesamten Marktplatzes inklusive Kirchengelände.

Mit dabei sind übrigens die Archäologen. Während der Erdarbeiten am Kirchhofgelände müsse „mit Funden gerechnet werden“, sagt Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg

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Markthändler sind gelassen

Eine aktuelle Folge der Arbeiten ist, dass Teile des Wochenmarktes in den Steinweg verlegt werden mussten. Die Marktbeschicker nehmen dies gelassen. „Wir sind froh, dass wir hierbleiben können“, sagt ein Geflügelhändler – und erinnert an die Zeit, als 2017 der Markt wegen der Sanierung der Fußgängerzone für fast ein Jahr an den Festplatz ausweichen musste. „Dahin ist niemand gekommen“, sagt der Händler. Dies habe zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. In der Innenstadt dagegen seien die Menschen unterwegs. Deshalb sei es kein Problem, dass er seinen Wagen nun an einer anderen Stelle platzieren müsse.

Teile des Wochenmarktes werden nun vorübergehend am Steinweg aufgebaut. Quelle: Ingo Rodriguez

Nicht ganz so glücklich ist dagegen ein Gemüsehändler. An seinem neuen Standort am Steinweg könne er seinen Stand nicht in voller Größe aufbauen. Er hofft, dass die Umgestaltung des Marktplatzes tatsächlich im Herbst abgeschlossen sein wird.

Wenn Purena und Abwassergesellschaft ihre Arbeiten, die vermutlich bis Ende des Monats dauern, beendet haben, folgen auf dem Marktplatz zwischen Kirchstraße und Alte Straße die Straßen- und Tiefbauarbeiten. Nach deren Abschluss folgen dann die Umgestaltung des Marktplatzes und die Neugestaltung des Kirchhofs.

Die Auftragssumme für die Tiefbauarbeiten beläuft sich auf rund eine Million Euro, wovon allein 300.000 Euro an die Abwassergesellschaft entfallen. Ein weiterer Auftrag einschließlich der Arbeiten am Kirchhof beläuft sich auf rund 280.000 Euro.

Noch keine Firma für Bau des Wasserspiels

Ergebnislos ist die Ausschreibung für den Bau des geplantes Wasserspiels verlaufen. „Es gab keine verwertbaren Angebote“, sagt Middelberg. Nun soll das Projekt „freihändig“ vergeben werden. „Wir werden direkt mit Firmen verhandeln“, sagt Middelberg. Er sei zuversichtlich, dass es auch eine baldige Lösung geben wird.

Die Arbeiten im Stadtzentrum sollen im Herbst so weit beendet sein, dass der Marktplatz inklusive Bepflanzung fertiggestellt ist.

Abgeschlossen ist die Innenstadtsanierung damit allerdings noch nicht. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch die Dammstraße umgestaltet wird. Auch eine Sanierung der Hüttenstraße sowie der Alten und Neuen Straße kommen in Betracht. Konkret sei aber noch nichts. „Wir müssen letztlich schauen, wie weit die finanziellen Mittel reichen“, sagt Middelberg.

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Von Dirk Wirausky