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Gehrden: Bürgerinitiative kämpft weiter gegen Neubau am Markt

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18:47 02.09.2019
Die Bürgerinitiative will nach wie vor verhindern, dass der Neubau am Steinweg größer wird als das derzeitige Gebäude. Quelle: Archiv
Gehrden

Über kaum ein Thema haben die Gehrdener in den vergangenen Wochen und Monaten so intensiv diskutiert wie über den Bebauungsplan am Markt und den geplanten Neubau am Steinweg 25. Und eigentlich sollte man meinen, sämtliche Argumente seien ausgetauscht und alle Fragen geklärt. Mitnichten.

Stadt veröffentlicht Erläuterungen zu Gebäude

Die Stadt hat kürzlich auf ihrer Homepage www.gehrden.de detaillierte Erläuterungen zur Fläche und dem Gebäude veröffentlicht. Unter anderem verweist sie darauf, dass der Marktplatz durch das neue Wohn- und Geschäftshaus nicht kleiner werde. Der überbaubare Bereich befinde sich ausschließlich auf dem Grundstück der Eigentümerin. Der Marktplatz bleibe in seinen aktuellen Ausmaßen erhalten, auch der Steinweg werde an der Stelle nicht schmaler.

Die Bürgerinitiative (BI) „Wir in Gehrden“ sieht das anders. Die von der Stadt gegebene Begründung ist, dass der Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplans ein Gebäudeentwurf sei, der nicht den städtischen Anforderungen zur Entwicklung des Marktplatzes entsprochen habe. Die BI will nun wissen, was mit städtischen Anforderungen gemeint sei. Auch die Nähe der Kirche zum geplanten Neubau sei nicht ausreichend berücksichtigt worden. Aus Sicht der BI ist das neue Wohn- und Geschäftshaus deutlich zu groß und zu hoch geplant und beeinträchtigt den Blick auf die Margarethenkirche.

Keine Regelung für die Dachgauben

So fehle eine Regelung für die Dachgauben. Hinzu komme, dass die Baugrenzen das bestehende Haus im Nordwesten um 2,60 Meter und im Süden um etwa einen Meter überschreiten. „Dadurch wird der ohnehin enge Abschnitt des Steinwegs noch mehr eingeengt“, kritisiert BI-Sprecher Hartmut Weimar. Das habe Folgen für die Marktbetreiber und die Außengastronomie.

Die BI fordert nach wie vor, dass die Maße des Neubaus sich an dem Bestandsgebäude orientieren. „Die gewünschten Funktionen am Steinweg 25 können auch in der Kubatur des Bestandsgebäudes erreicht werden“, meint Weimar. Die Forderung: Ein neuer Baukörper müsse sich der historischen Situation unterordnen und dürfe nicht größer werden als das bestehende Gebäude – die Firsthöhe dürfe deshalb elf Meter und die Traufhöhe 6,50 Meter nicht überschreiten.

Eva Ehrenberg-John von der BI sieht das ähnlich. Aus städtischer Sicht solle mit dem Neubau des Hauses Steinweg 25 ein Impuls für die gesamte Innenstadt gesetzt werden, meint sie mit Blick auf die Erläuterungen der Stadt zu den Plänen am Markt. „Ein Impuls für die Innenstadt war einmal für die Stadtsanierung festgesetzt: Es sollte der mittelalterliche Charakter verstärkt, die das Ortsbild prägenden Bauten und Ensembles erhalten und gepflegt werden“, sagt sie. Solle dies durch ein „funktionales und rationales Gebäude“, das den letzten Rest der mittelalterlichen Stadt links liegen lässt, geschehen? „Die Erläuterungen der Stadt können nicht überzeugen, dass mit dem Bebauungsplan negative Auswirkungen auf unsere Innenstadt abgewendet werden können“, sagt Ehrenberg-John.

Von Dirk Wirausky

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