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Gehrden: CDU will keinen Bäcker am Kreisel.

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16:09 24.09.2019
Vermessen ist die Grünfläche am Kreisel an der K 231 bereits. Die Landbäckerei Bosselmann will dort eine Filiale errichten. Doch die politische Mehrheit bröckelt. Quelle: Archiv
Gehrden

Die Pläne von Unternehmer Gerhard Bosselmann, am Kreisel zwischen Kreisstraße und Kleingartenkolonie Schüttewiese eine Filiale als Genussmanufaktur zu errichten, stoßen auf politischen Widerstand. Die CDU will dem Vorhaben nicht zustimmen.

Die CDU-Fraktion spricht sich jetzt überraschend mehrheitlich gegen die Ansiedlung eines weiteren Bäckereibetriebes am Stadteingang Gehrdens aus. „Es geht uns alles etwas zu schnell“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker. Und er kritisiert in diesem Zusammenhang auch Bürgermeister Cord Mittendorf. „Wir halten die insbesondere von Bürgermeister Mittendorf betriebene Flächenerweiterung im Norden der Kernstadt für vollkommen überhastet und fühlen uns als gewählte Ratsvertreter im gesamten Planungsprozess nicht transparent informiert“, begründet Spieker die aktuelle Haltung der Union. Konkret geht es neben dem Bosselmann-Projekt auch um die Ansiedlung von Regiobus an der K 231 und die Ausweitung des Gewerbegebiets im Osten der Kernstadt.

CDU: Infrastruktur ist überfordert

Aus Sicht von Spieker ist die Infrastruktur der Stadt mit den neuen Projekten überfordert. „Die Verkehrswege rund um die K 231 und die Kreisverkehre sind schon heute oft überlastet“, sagt er. Man sollte auch nicht weitere Grünflächen versiegeln. „Das darf nur dann passieren, wenn es dafür wirklich triftige und nachvollziehbare Gründe gibt“, meint der CDU-Chef.

Die Ablehnung der Pläne von Bosselmann sei vielschichtig. „Es gibt offenbar Gutachten, die wir bisher noch gar nicht gesehen haben“, moniert Spieker die Informationspolitik aus dem Rathaus. Und: Es gelte darüber hinaus, die Innenstadtbelebung und die ortsansässigen Bäckereibetriebe im Fokus zu behalten.

Genussmanufaktur statt Bäckereifiliale

Gerhard Bosselmann möchte in Gehrden auf einer etwa 3500 Quadratmeter großen Grünfläche am Kreisel eine Filiale errichten. Dabei will der 63-Jährige die Mobilität der Menschen nutzen, sein Angebot richtet sich unter anderem an Pendler und Autofahrer. Ein Konkurrent für die alteingesessenen Bäcker in der Innenstadt will er nicht sein. Der Brotanteil im Sortiment werde lediglich bei 30 Prozent liegen.

Ziel des Unternehmens sei es, „ein Gebäude zu errichten, in dem es von Frühstück über leichte Bäckersnacks und Nudelgerichte zum Mittag bis zum Flammkuchen am Abend alles gibt“. Zudem soll auf dem Grundstück Platz für kleinere Veranstaltungen geschaffen werden. Von einer Bäckerei will Bosselmann deshalb nicht reden, er spricht vielmehr von einer Genussmanufaktur.

Bislang stieß die Geschäftsidee bei SPD und CDU durchaus auf Wohlwollen. Durch die Absage der CDU gibt es momentan aber keine politische Mehrheit mehr für das Vorhaben am Gehrdener Stadtrand. Grüne und FDP haben ebenfalls Vorbehalte gegen die Ansiedlung am Kreisel.

Am Mittwoch, 25. September, wird Mittendorf in der Ratssitzung den Haushalt einbringen. Dort wird es auch um die Gewerbeentwicklung der Stadt gehen. Beginn ist um 18.30 Uhr im Bürgersaal.

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