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Umland Gehrden Nachrichten Neue Vorgaben für den Steinweg 25
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12:42 15.08.2018
Neuer Anlauf: In einem nun vorgelegten Bebauungsplan soll der geplante Neubau am Steinweg geregelt werden. Quelle: Wirausky
Gehrden

Die Verwaltung hat im Ausschuss für Bau- und Städteplanung einen modifizierten Bebauungsplan für den Marktplatz vorgelegt. Demnach soll der seit Jahren geplante Neubau auf der jetzigen Fläche des sogenannten Bratsch-Hauses verwirklicht werden. Das Gebäude soll so konzipiert werden, dass im Erdgeschoss Gewerbe angesiedelt und im Obergeschoss Wohnraum eingerichtet werden kann. Die Traufhöhe wurde deshalb auf acht Meter festgelegt. Um eine flexiblere Bebauung im Hinblick auf den Kirchhof oder die Anordnung von Fenstern bei Einhaltung der jetzigen Grundform zu ermöglichen, wird zudem vorgeschlagen, dass die festgelegte Baulinie zwischen dem Grundstück Steinweg 25 und der Kirche mit Vor- und Rücksprüngen von bis zu drei Meter Tiefe überschritten werden kann.

Im nächsten Schritt müssen sich nun allerdings Eigentümerin und Kirche verständigen und der Lösung zustimmen. Etwas, das Henning Harter (SPD) auch erwartet. „Beide Parteien müssen einen vernünftigen Kompromiss finden“, forderte er. Heinrich Meinecke (CDU) begrüßte die Vorlage. „Es ist wichtig, dass wir sie verabschieden und endlich Baurecht schaffen“, sagte er. Das sah auch sein Fraktionskollege Klaus Dörffer so. „Auf dem Baurecht müssen die weiteren Planungen für den Marktplatz aufbauen“, betonte er. Damit erteilten die beiden Christdemokraten auch einem Wunsch von Patrick Ziemke (Gruppe Grüne/Linke) eine Absage. Der hatte angeregt, erst die Ergebnisse des Workshops zur Gestaltung des Marktplatzes, zu dem die Stadt für Mittwoch, 22. August, eingeladen hat, abzuwarten. Bei zwei Enthaltung wurde dem neuen B-Plan zugestimmt; es folgt nun die öffentliche Auslegung. Die könnte möglicherweise noch neue Erkenntnisse bringen, meinte Lutz Fengler (FDP).

Die Gruppe Grüne/Linke hatte im Vorfeld auch moniert, dass zwei große Bäume, die laut eines Gutachtens abgängig sind, gefällt werden sollen. „Es müssten dann zwei neue gepflanzt werden“, sagte Heinz Strassmann. In der Sitzung selbst gingen die Grünen darauf allerdings nicht ein.

Die Bürgerinitiative (BI) „Wir sind Gehrden“, die sich vehement gegen eine Verkleinerung des Marktplatzes ausgesprochen hatte, war wenig amüsiert über den Verlauf der Sitzung. „Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Ideen und Vorschläge in den Bebauungsplan eingearbeitet worden sind“, sagte BI-Sprecher Hartmut Weimar. Es sei erschreckend, dass letztlich eine Vorlage ohne die versprochene Beteiligung der Bürger erstellt worden sei. Der Hinweis, dass das neue Haus die gleiche Kubatur erhalte wie das alte, sei beispielsweise unberücksichtigt geblieben. Der geplante Workshop sei reiner Zynismus, schimpfte ein BI-Mitglied. „Es besteht offenbar keine Interesse, mit uns über den Entwurf zu diskutieren“, mutmaßte Weimar – auch mit Blick auf den Umstand, dass die Politiker mehrheitlich entschieden, keine Fragen zu dem entsprechenden Tagesordnungspunkt außerhalb der Bürgerfragestunde zuzulassen. Doch die Gruppe gibt sich kämpferisch. „Wir werden unseren Protest wieder verstärken“ kündigte Weimar an. Gemäßigter äußerte sich da schon Wolfgang Liese. Aus seiner Sicht sei schon viel von der BI im neuen Bebauungsplan drin. „Aber es gibt noch Fragen“, sagte er.

Von Dirk Wirausky

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