Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Steinweg 25: Höhe des geplanten Neubaus stört Kritiker
Umland Gehrden Nachrichten

Gehrden: Diskussion um den Neubau am Steinweg 25 gehen weiter

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:40 20.06.2019
Die Verwaltung hat eine neue Größenordnung für den geplanten Neubau am Steinweg vorgelegt. Den Kritikern wird das Gebäude aber immer noch zu hoch. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Es war und es ist ein Streitobjekt. Der geplante Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses am Steinweg 25 in unmittelbarer Nachbarschaft der Margarethenkirche scheidet die Geister. Erneut haben Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Wir in Gehrden“ als auch der Margarethengemeinde die Größe des Gebäudes kritisiert – und das, obwohl die Verwaltung die Höhe des Hauses erneut nach unten korrigiert hat.

Überarbeitet wurde die First- und Traufhöhe. Ziel sei es gewesen, eine verträgliche Reduzierung des geplanten Gebäudes zu finden, erläuterte Nicole Leubert, Fachdienstleiterin Bauen. Um einen halben Meter ist sie deshalb nach unten korrigiert worden. Nunmehr darf der Neubau nur noch eine Traufhöhe von 7 bis 7,50 Metern haben, die Firsthöhe liegt zwischen 13 und 13,50 Meter. Zum Vergleich: Das Kirchenschiff hat eine Firsthöhe von 15,50 Meter, der Turm der Margarethenkirche von 33 Metern. Im Verhältnis zum aktuellen Haus am Steinweg wird der Neubau allerdings höher. Das nicht mehr genutzte Gebäude hat eine Traufhöhe von 5,73 Meter, eine Firsthöhe von 11,10 Meter.

Weitere Änderung: Die Baulinie zwischen dem Grundstück Steinweg 25 und der Kirche darf nur noch bis zu einem Meter Tiefe überschritten werden; zuvor waren es drei Meter. „Es ist nun eine Grenzbebauung“, betonte Leubert.

Leubert machte darüber hinaus deutlich, dass der Bauwillige eine realistische Chance haben müsse, sein Objekt zu realisieren. „Wir dürfen keine Verhinderungsplanung erstellen“, sagte sie. Es müsse ein Gestaltungsspielraum gewährleistet werden.

Gegner bleiben bei ihrer Kritik

Die Kritik verstummt aber nicht. „Die Höhe macht uns nach wie vor Sorgen“, sagte Christiane Strassmann von der Bürgerinitiative im Ausschuss für Bau- und Städteplanung. Aus ihrer Sicht werde der Blick auf die Kirche massiv eingeschränkt. Zum Beweis überreichte sie den Politikern eine Fotomontage. Und auch Gerd-Peter Zaake von der Margarethengemeinde reichten die Einschränkungen nicht aus. Der neue Baukörper bedeute immer noch eine erhebliche Sichtbehinderung für die Kirche, bemängelte er.

Die Bürgerinitiative "Wir in Gehrden" hat eine Fotomontage erstellen lassen, wie der geplante Neubau vor der Kirche wirken könnte. Quelle: Fotomontage Ulrich Pucknat

Ähnlich sehen es die Grünen. „Der Baukörper ist zu groß und die festgelegten Bedingungen zu unbestimmt“, sagte Thomas Wahner. Es müsse eine Planung geben, die das Volumen des jetzigen Hauses nicht verändert. Mit dieser Meinung stand er auf politischer Ebene allerdings allein. CDU, SPD, FDP und AfD begrüßten die vorgenommenen Veränderungen. „Die Verwaltung ist auf viele Dinge eingegangen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Henning Harter. Die neue Vorlage sei deshalb ein guter Kompromiss. Und Lutz Fengler (FDP) betonte, dass es nicht möglich sei, alle zufrieden zu stellen. Mehrheitlich wurde deshalb den im Bebauungsplan für den Neubau festgelegten Kriterien zugestimmt. Für den modifizierten Planungsentwurf folgt im August die vierwöchige öffentliche Auslegung.

Von Dirk Wirausky

Neun Schüler des Matthias-Claudius-Gymnasiums haben ihr Poetry-Slam-Projekt im Ballhof in Hannover gezeigt. Für die Jugendlichen aus Gehrden war das ein großes Erlebnis – und auch ein großer Erfolg.

22.06.2019

Neue musikalische Projekte mit anderen Chören stehen für die Stadtkantorei Gehrden in den nächsten Jahren auf dem Programm.

19.06.2019

Nach drei Monaten in Sarstedt als Städtischer Rat zur Probe ist schon Schluss: Jens Dosdall wird ab Juli in Gehrden wieder den Fachbereich Bürgerdienste und Ordnung übernehmen.

21.06.2019