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Umland Gehrden Nachrichten

Gehrden: Ein neues Mobilitäts- und Verkehrskonzept soll nach Forderung einer Bürgerinitiative erstellt werden.

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11:18 07.06.2019
Ein Ziel für die Zukunft: Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll attraktiver gemacht werden. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Deutlicher Appell: Die Bürgerinitiative (BI) Wir in Gehrden hat Verwaltung und Politik noch einmal aufgefordert, ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept für die Kernstadt und die Ortschaften zu erstellen. Gleichzeitig rief BI-Sprecher Hartmut Weimar dazu auf, einen Paradigmenwechsel zu vollziehen. „Weniger Auto, dafür mehr Rad, Fuß und ÖPNV“, sagte er im Ausschuss für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr. In diesem Zusammenhang betonte er: „Weniger Autoverkehr ist kein Verzicht, sondern führt zu einer Steigerung der Lebensqualität.“

BI will Autoverkehr in der City reduzieren

Weimar warnte die Politiker auch vor „übereilten Einzellösungen“. „Wir brauchen eine Gesamtplanung“, sagte er – und die möglichst aus professioneller Hand. Mit der Ausarbeitung eines Mobilitätskonzept solle ein erfahrenes Planungsbüro beauftragt werden – mit der besonderen Vorgabe, den Autoverkehr in der Kernstadt zu reduzieren. Gleichzeitig sollten die Bürger an dem Prozess unmittelbar beteiligt sein, wünschte sich Weimar. „Wir bitten deshalb die Verwaltung, die erfolgreichen Workshops zu wichtigen Einzelthemen wieder aufzunehmen, um dem beauftragten Planern die Herzenswünsche der Einwohner zu übermitteln“, sagte er. Die BI hatte im Februar einen Workshop zum Thema Mobilität veranstaltet. Dabei sind von den Teilnehmern Ideen und Mängel zusammengetragen worden. Die Liste ist inzwischen der Verwaltung übergeben worden.

Auch Grüne und CDU wollen Verkehrsplan

Doch nicht nur die BI fordert ein neues Verkehrskonzept, sondern auch die Ratsgruppe Grüne/Linke. Gehrden sei eine schnell wachsende Stadt, deren Infrastruktur modernisiert werden müsse, sagte Heinz Strassmann (Bündnis 90/Die Grünen). Hinzu komme der demografische Wandel und der Klimaschutz. Kurzum: „Wir brauchen eine umfassende zukunftsorientierte Verkehrsplanung, die nicht auf singulären isolierten Maßnahmen beruht“, betonte Strassmann.

Auch die CDU-Fraktion hat unter dem Titel „Mobiles Gehrden - Ob mit dem Rad, zu Fuß oder per Zug“ zahlreiche Aspekte in einem Papier zusammengetragen, die verbessert werden sollen. „Wir müssen offen für Entwicklungen sein“, sagte Henner Bechtold (CDU). Das bedeute nicht, dass einzelne Vorhaben nicht umgesetzt werden dürfen, meinte er mit Blick auf die Wünsche der Bündnisgrünen. Sein Fraktionskollege Klaus Dörffer bezeichnet das CDU-Papier als Leitbild. Und Holger Struß (SPD) schlug vor, dass im nächsten Doppelhaushalt entsprechende Mittel für die Planung eines Mobilitätskonzepts eingestellt werden. „Damit dokumentieren wir unseren Willen zur Veränderung“, sagte er.

Trotz aller Verständigung: Über die jeweiligen Ausarbeitungen, die von der CDU und der Ratsgruppe Grüne/Linke in Form von Anträgen eingereicht worden sind, ist bislang noch nicht im Detail diskutiert worden. Das soll nachgeholt werden.

Von Dirk Wirausky

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