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Gehrden: Eltern gründen Waldkindergarten

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08:16 02.10.2019
Kinder eines Waldkindergartens laufen in wetterfester Kleidung durch den Wald. Auch in Gehrden soll es ab August 2020 einen Waldkindergarten am Gehrdener Berg geben. Quelle: Philipp Schulze
Gehrden

Am Gehrdener Berg soll im Sommer nächsten Jahres ein Waldkindergarten eröffnen. Ein Gruppe von Eltern hat sich inzwischen zusammengeschlossen, die die neue Einrichtung als Verein ins Leben rufen will. Der Name steht bereits fest. Der Kindergarten in freier Natur soll Gehrdener Waldwichtel heißen.

Auch ein Ort ist offenbar schon gefunden worden. Der Kindergarten soll auf dem ehemaligen Sportplatz am Gehrdener Berg eingerichtet werden. Die Fläche soll in der nächsten Woche begutachtet werden. Anschließend geht das Projekt seinen politischen Gang. Die zuständigen Fachausschüsse müssen zustimmen – und auch die finanzielle Unterstützung gewährleisten.

Stadt muss Einrichtung finanzieren

Im Haushaltsplan der Stadt Gehrden für das Jahr 2020 müsste ein Betrag in Höhe von 95.200 Euro für die Erstausstattung eingestellt werden. Davon soll unter anderem ein Bauwagen als der mobile Unterstand finanziert werden. Es handelt sich dabei um eine Anschubfinanzierung, die abzüglich des erwarteten Investitionskostenzuschusses der Region Hannover etwa 80.000 Euro einmalig betragen wird. Dazu muss die Stadt auch die laufenden Kosten für den Betrieb des Waldkindergartens übernehmen.

Bei der Stadt trifft das Konzept auf offene Ohren. „Das ist eine gute Idee“, sagt Fachdienstleiterin Britta Häupl. Und sie lässt durchblicken: „Die Stadt wird die Elterninitiative für Gehrdener Kinder unterstützen.“

Nicht zuletzt deshalb, weil dringend Betreuungsplätze gebraucht werden. Im Waldkindergarten können bis zu 15 Jungen und Mädchen ab drei Jahre betreut werden. Die Betreuungszeit soll – gemäß den rechtlichen Vorgaben des Landes Niedersachsen – 25 Stunden wöchentlich in der Zeit von Montag bis Freitag, 8 bis 13 Uhr, betragen.

Lernen und spielen in Wald und Natur

Ziel der Elterninitiative ist es, die Kinder für ihren Lebensraum zu begeistern und zu sensibilisieren. „Sie sollen dazu ermutigt werden, sich ihren Lern- und Lebensraum zu erobern und selbst gestalterisch tätig werden“, heißt es im Konzept. Der Kindergarten soll überwiegend ohne Spielzeug gestaltet sein. Der Wald und die Natur biete genügend „Material“ zum Spielen und Lernen, meinen die Initiatoren. Darüber hinaus stehe das Miteinander und die soziale Gemeinschaft im Vordergrund.

Der ursprüngliche Plan, den Waldkindergarten am und im Wandervogelheim zu betreiben, hat sich zerschlagen. Der ist nach Ansicht von Vertretern des Kultusministeriums nicht kindgerecht.

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