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Gehrden: Elterninitiative betreibt Waldkindergarten.

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10:42 30.10.2019
Raus in die Natur: Im Sommer nächsten Jahres soll der geplante Waldkindergarten in Gehrden eröffnet werden. Quelle: Archiv
Gehrden

In Gehrden soll im Sommer nächsten Jahres ein Waldkindergarten den Betrieb aufnehmen. Eine wichtige Voraussetzung ist inzwischen erfüllt: Es hat sich eine Elterninitiative gegründet, die die neue Einrichtung betreiben will. Der Name des Vereins steht bereits fest: Gehrdener Waldwichtel heißt er. Auch ein Standort ist offenbar bereits gefunden. Es ist der ehemalige Sportplatz am Gehrdener Berg. Laut der Vorsitzenden Nina Grote gibt es fünf feste Zusagen. „Aber wir haben noch weitere Interessenten, die aber erst die weitere Entwicklung abwarten wollen“, sagt sie.

Stadt unterstützt Projekt finanziell

Sowohl die Politik als auch die Verwaltung begrüßen das Konzept für den Waldkindergarten. Zum einen fehlen im Stadtgebiet Betreuungsplätze, zum anderen ist ein Kindergarten in der Natur eine kostengünstigere Lösung als beispielsweise der Bau einer neuen Kindertagesstätte. Die Stadt wird die Initiative auch finanziell unterstützen. Für die Erstausstattung benötigt der Vereinen einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Dazu müsste die Kommune 6500 Euro monatlich zu den Betriebs- und Personalkosten beisteuern.

Platz für 15 Kinder

Im Waldkindergarten können bis zu 15 Jungen und Mädchen ab drei Jahre betreut werden. Die Betreuungszeit soll – gemäß den rechtlichen Vorgaben des Landes Niedersachsen – 25 Stunden wöchentlich in der Zeit von Montag bis Freitag, 8 bis 13 Uhr, betragen.

Ziel des pädagogischen Konzeptes ist es, die Kinder für die Natur zu begeistern und zu sensibilisieren. Sie sollen dazu ermutigt werden, sich ihren Lern- und Lebensraum zu erobern und selbst gestalterisch tätig werden. Als Standort für den Waldkindergarten wurde das Waldstück hinter dem Matthias-Claudius-Gymnasium (ehemaliger Bolzplatz) ausgewählt. Der Teilbereich gehört zum Gehrdener Berg. Auf dieser Fläche soll ein Unterstandswagen platziert werden. Das ist ein beheizbarer Raum inklusive Toilette, der einfach aber robust für 15 Kinder und zwei pädagogische Fachkräfte ausgestattet sein soll.

Ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzeptes ist die ehrenamtliche Hilfe der Eltern. Laut Grote würde dadurch eine Summe in Höhe von 23.000 Euro eingespart.

Der Waldkindergarten ist am Dienstag, 5. November, auch Thema im Bildungsausschuss. Das Gremium tagt ab 18.30 Uhr im Besprechungsraum des Rathauses.

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