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Umland Gehrden Nachrichten „Der Sportplatz ist mein zweites Wohnzimmer“
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11:48 03.09.2018
Die Sportanlage des SV Gehrden ist für Frank Viet der schönste Platz im Stadtgebiet. "Es ist mein zweites Zuhause." Quelle: Wirausky
Gehrden

Er ist inzwischen ein Urgestein beim SV Gehrden. Und irgendwie kann er nicht anders. Fast magisch zieht der Sportplatz Frank Viet an. Bei nahezu jedem Satz ist seine Verbundenheit zu der Anlage an der Lange Feldstraße zu spüren. „Ich bin hier gern. Es ist mein zweites Wohnzimmer“, sagt der 63-Jährige.

Tatsächlich: Frank Viet und Fußball beim SV Gehrden sind seit inzwischen 30 Jahren eine Symbiose. Dabei war es eher Zufall, dass der Bankkaufmann zum Gehrdener Klub kam. Nach seinem Umzug von Ronnenberg, wo er bis heute bei der SG 05 Tischtennis spielt, an den Burgberg, begann sein ältester Sohn Tobias bei den Bambinis mit dem Fußball beim SVG. „Da habe ich zugeschaut und war über den Ehrgeiz des Trainers irritiert“, sagt Viet. Als er daraufhin den Übungsleiter ansprach, sagte der, er könne das Training gerne übernehmen, wenn er es besser könne. Gesagt, getan – und Frank Viet war plötzlich der Coach der kleinen Nachwuchskicker. Los gelassen hat ihn dies nicht mehr. Jahrelang war er Jugendtrainer und das mit Erfolg. Die A-Jugend, in der damals sein Sohn Steffen stürmte, stieg unter Viets Regie in die Landesliga auf. Doch Viet stand und steht nicht nur auf dem grünen Rasen. 1991 wurde er Jugendleiter, 1998 wurde er Spartenleiter. Zwischenzeitlich war er nahezu täglich auf der Anlage, über die er seinen Blick immer wieder schweifen lässt. „Sie hat sich in den vergangenen Jahren sehr zum Positiven verändert“, sagt er. Unter anderem hat der SVG einen Kunstrasenplatz erhalten.

Lust auf seine Tätigkeiten hat Viet auch nach 30 Jahren noch. „Es macht mir nach wie großen Spaß“, sagt Viet. Die Zeit auf der Bezirkssportanlage genieße er. Auch wenn er zwischendurch mal ein wenig „satt gewesen“ sei. Die Mentalität der Jugendlichen und Heranwachsenden habe sich geändert. „Darauf musste ich mich einstellen und mich auch einlassen“, gesteht er. Fußball sei halt für viele nicht mehr das Wichtigste. „Das war für mich früher anders“, sagt er.

Aber Viet hängt am SV Gehrden. Der Verein sei für ihn eine Herzensangelegenheiten. Es sei bislang eine tolle Zeit gewesen; auch wenn es einige Tiefen gab, wie die Abstiege der Ersten Herren in die Kreisliga. „Aber die Höhen überwiegen“, sagt er. Auch unangenehme Entscheidungen wie Trainerentlassungen gehörten zu seinem Job. „So etwas nagt schon an mir“, sagt Viet.

Frank, hast Du mal den Schlüssel für die Kabine“, ruft ein Altherrenspieler. Natürlich hat er den. Schließlich ist Sportplatz sein Zuhause. Und schon ist er wieder mittendrin in seinem Element. Inzwischen betreut er übrigens die Senioren. Ganz ohne Trainertätigkeit geht es eben nicht; aber so hat es ja auch angefangen.

Von Dirk Wirausky

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