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Nachrichten Weetzener Straße: Müssen die Bäume gefällt werden?
Umland Gehrden Nachrichten

Gehrden: Gehweg an der Weetzener Straße wird umgestaltet.

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16:17 05.06.2019
Gefährlich für Fußgänger: Das Wurzelwerk der Ahornbäume hat das Pflaster des Gehweges an der Weetzener Straße hochgedrückt. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Die Stadt will und muss den Gehweg auf der Westseite der Weetzener Straße sanieren. Zur Diskussion stehen vier Varianten. Die Kosten liegen zwischen 40.000 und 120.000 Euro.

Der Fußweg auf der Westseite der Weetzener Straße ist gesperrt worden - zur Sicherheit der Fußgänger. Quelle: Dirk Wirausky

Sieben alte Ahornbäume an der Weetzener Straße haben durch ihre Wurzeln den Gehweg auf der Westseite nahezu unpassierbar gemacht. Das Wurzelwerk hat das Pflaster massiv nach oben gedrückt, sodass tückische Stolperkanten entstanden sind. Der Bürgersteig ist deshalb seit einigen Monaten zwischen Südstraße und Suerser Weg für Fußgänger gesperrt und wird lediglich genutzt, um zu den anliegenden Grundstücken zu kommen. Das Problem bei der weiteren Planung: Die Bäume sollen möglichst erhalten bleiben, weil sie eine wesentliche ökologische, straßenbild- und ortsprägende Funktion an der Straße haben.

Ortstermin mit den Anwohnern

Bei einem Ortstermin haben sich Mitglieder des Ausschusses für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr am Dienstagabend ein Bild von der Ausgangslage gemacht. Und mussten sich dabei auch Meinungen der Anwohner der Weetzener Straße anhören. Ein Bürger stellte unmissverständlich klar: „Die Einstufung als Anliegerstraße nehmen wir so nicht hin“, sagte er. Im Gegenteil: Viele Autofahrer nutzen die Strecke als Abkürzung in Richtung Innenstadt. „Wir haben hier inzwischen ein hohes Verkehrsaufkommen“, sagte der Anlieger. Ein weiterer Anwohner forderte, dass die Weetzener Straße verkehrsberuhigt wird. „Das wäre wünschenswert, zumal viele Autos viel zu schnell unterwegs sind“, sagte er.

Und auch gegen eine Beteiligung an den Umbaukosten wollen sich die Anlieger wehren. Doch soweit wird es nicht kommen müssen. Laut Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg können die Kosten für die Neugestaltung des Fußweges nicht auf die Bürger umgelegt werden.

Wie es nun genau weitergeht, ist allerdings noch nicht entschieden. Die vier von einem beauftragten Landschaftsplaner vorgelegten Varianten sind von den Politikern noch nicht eingehend betrachtet worden.

Die Ideen reichen davon, dass die Bäume gefällt werden und dass der Fußweg zurückgebaut wird, bis hin zur Umgestaltung des Bereichs. CDU und Grüne reicht dieser Ansatz jedoch nicht aus. „Wir müssen eine umfassendere Planung erstellen lassen“, forderte Klaus Dörffer (CDU). Der Blick dürfe nicht nur auf den Fußweg gerichtet werden, sondern es müsse das gesamte Straßenbild einbezogen werden, wünschte er.

Das sieht auch Thomas Wahner (Bündnis 90/Die Grünen) so. „Wir brauchen eine Erweiterung der vorgelegten Varianten“, meinte er. Das wird von der Verwaltung nun in Auftrag gegeben; ferner ist eine Informationsveranstaltung für die Anlieger geplant. Dort sollen die Pläne im Detail vorgestellt und mit den Anliegern diskutiert werden. „Wir wollen einen Dialog mit den Anwohnern“, betonte Kai Christian Schönwald (CDU).

Von Dirk Wirausky

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