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Gehrden: Großzügige Spende für Naturschutzverein Ditterke

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14:09 08.07.2019
Strahlende Gesichter: Reinhard Runge (von links), Heidrun Wegmann und Dirk Leopold mit dem Gehrdener Rewe-Chef Georg Szedlak. Quelle: Heidi Rabenhorst
Gehrden

Die Mitglieder des Naturschutzvereins Ditterke freuen sich über 916 Euro, die bei einer Pfandbonaktion des Rewe-Marktes zusammengekommen sind. „Dass innerhalb von einem halben Jahr so viele Pfandbons mit einer so gewaltigen Summe abgegeben wurden, ist sensationell“, sagte Kassenwartin Heidrun Wegmann, die gemeinsam mit Dirk Leopold und Reinhard Runge die Spende entgegengenommen hat.

Den drei Ehrenamtlichen war die Freude über die hohe Spendensumme deutlich anzumerken, denn der Verein kann das Geld „richtig gut gebrauchen“. Es ist eine kleine Initiative, die sich schon seit Jahren für den Umweltschutz und die Artenvielfalt rund um Ditterke einsetzt.

Die Mitglieder des 1989 gegründeten Naturschutzvereins Ditterke haben sich mit ihren Aktivitäten in ihrer Ortschaft einen Namen gemacht. Seit einiger Zeit geht der Verein in die Offensive: Um auch künftig ihre bepflanzten Flächen angemessen pflegen zu können, und um langfristig die hohen Kosten für die gepachteten Areale in der Feldmark decken zu können, sucht der Verein noch zusätzliche Mitglieder und ist auf jeden Cent angewiesen. „Die Pacht ist aus den Beiträgen der 55 Mitglieder allein nicht zu stemmen“, sagt Dirk Leopold. Der Erlös der Pfandbonaktion käme genau zum richtigen Zeitpunkt.

Bau eines Zeidler-Baums geplant

Angedacht sei außerdem der Bau eines sogenannten Zeidler-Baumes, auf den die Ditterker bei einem Besuch der Schaumburger Waldimkerei aufmerksam geworden sind. Im Frühmittelalter gab es den Beruf des Honigsammlers. Anders als der Imker im heutigen Sinne hielt der Zeidler die Bienen nicht in gezimmerten Bienenstöcken oder Bienenkörben. Man hieb alten Bäumen künstliche Höhlen, sogenannte Beuten, in etwa sechs Meter Höhe ein und versah den Eingang mit einem Brett, in das ein Flugloch eingebracht war.

Auch Marktinhaber Georg Szedlak freute sich über die Großzügigkeit der Einwohner. Das Geld sei „bestens angelegt“. „Die Spendenbereitschaft bei den Kunden war wohl auch deshalb so hoch, weil sie wissen, dass das Geld in ihrer Stadt bleibt“, sagte er. Das Spendensystem gestaltet sich einfach: Neben dem Leergutautomaten des Supermarktes ist eine entsprechende Box angebracht, an der kenntlich gemacht wird, wem der Wert der Bons zugutekommen soll. Kunden, die auf ihr Pfandgeld verzichten wollen, können ihren Pfandzettel einfach hineinwerfen.

Das nächste Spendenprojekt hat bereits begonnen. Dieses Mal geht das Geld an den Jupa & Friends Förderverein des Jugendpavillon Gehrden.

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