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Umland Gehrden Nachrichten Kiene-Stengel kritisiert Wiesenmahd
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16:57 26.04.2019
Eine Fläche von etwa einem Hektar ist in der Brut- und Setzzeit am Kniggenberg gemäht worden. Sehr zum Leidwesen von Eva Kiene-Stengel (Bündnis 90/Die Grünen).
Eine Fläche von etwa einem Hektar ist in der Brut- und Setzzeit am Kniggenberg gemäht worden. Sehr zum Leidwesen von Eva Kiene-Stengel (Bündnis 90/Die Grünen). Quelle: Privat
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Gehrden/Lemmie

„Wir haben als Stadt eine Vorbildfunktion“, sagte Eva Kiene-Stengel deutlich. Die Grüne hat in der Ratssitzung kritisiert, dass eine städtische Wiese am Kniggenberg gemäht wurde – trotz Brut- und Setzzeit. „So etwas ist Privatleuten nicht erlaubt“, schimpfte sie. Was die Grüne vor allem irritiert: Die Mahd wurde in Absprache mit dem Naturschutzbund, der die Fläche nutzt, ausgeführt. „Das wundert mich sehr“, sagte Kiene-Stengel. Pikant: Die Vorsitzende des Naturschutzbundes ist Gisela Wicke – und sie ist wie Kiene-Stengel Mitglied der Ratsgruppe Grüne/Linke. Stellung nehmen konnte sie nicht: Wicke ist zurzeit auf Auslandsreise.

Die Naturschützer wollen das Areal aufwerten und eine Insektenweide anlegen. „Die dafür notwendigen Arbeiten hätte auch im Herbst umgesetzt werden können“, sagte Kiene-Stengel. Inzwischen sei die Fläche sogar gepflügt worden. Unnötig, findet Kiene-Stengel. Es hätte gereicht, die Oberfläche aufzulockern. Und: Die Wiese liege im Landschaftsschutzgebiet. „Dort ist das Mähen in der Brut- und Setzzeit nicht erlaubt“, meinte Kiene-Stengel.

Die Stadt wiederum sieht sich keines Vergehens schuldig. „Die Maßnahme ist mit dem Naturschutzbund abgesprochen worden“, sagte Bürgermeister Cord Mittendorf. Rechtlich sei alles okay. Zudem sei die Wiese ausreichend begutachtet worden.

Von Dirk Wirausky