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Umland Gehrden Nachrichten MCG-Schüler sind bei Mathe-Olympiade erfolgreich
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13:30 13.03.2019
Miriam Sander (links) und Schulleiterin Monika Schulte (rechts) freuen sich über Erik (Zweiter von links) und Thorben, die sich für den Landesentscheid der Mathe-Olympiade qualifziert haben. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Erik und Thorben sind Meister der Zahlen. Wenn sie eine komplizierte Mathematikaufgabe vor sich liegen haben, dann packt sie der Eifer – egal, ob Geometrie oder Algebra. „Ich habe bereits seit der ersten Klasse Spaß an Mathematik“, sagt Erik, der am Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) die fünfte Klasse besucht. Ähnlich geht es dem elfjährigen Thorben. „Es ist großartig, wenn ich die Lösung gefunden und wenn ich etwas verstanden habe“ sagt der Sechstklässler. Und Lösungen haben er und der zehnjährige Erik bei der bundesweiten 58. Auflage der Mathe-Olympiade gefunden. Beide hatten sich für den Landesentscheid in Göttingen qualifiziert. Und Erik rechnete sich dort mit logischem Denken, Kombinationsfähigkeit und kreativem Umgang mit mathematischen Methoden in seiner Altersklasse sogar auf den dritten Platz; neben einer Urkunde ziert nun eine Bronzemedaille die Wand seines Kinderzimmers. Die beiden MCG-Schüler gehörten zu 230 der ursprünglich 5000 Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 5 bis 12, die nach Göttingen eingeladen worden sind.

Ganz ohne Kopfzerbrechen war der Weg bis zum Finale im Mathematische Institut der Georg-August-Universität aber nicht. Zwei Runden mussten die beiden Gymnasiasten überstehen. Zunächst mussten sie zwei von vier Aufgaben in der Schule lösen. Anschließend folgte eine vierstündige Klausur. „Die Aufgaben waren schwierig und knifflig“, gesteht Thorben.

Nicht nur für die beiden jungen Schüler war die Teilnahme ein tolles Erlebnis, auch für das MCG. „Es ist für uns eine große Ehre“, sagt Miriam Sander, Fachobfrau Mathematik, die Erik und Thorben betreute und sie auch in die Universitätsstadt begleitete. „Allein die Teilnahme am Landesentscheid ist schon eine riesige Leistung“, lobt Sander.

Das sind Aufgaben der Mathe-Olympiade

Vier Aufgaben müssen die Schüler beim Landesentscheid in Göttingen lösen. Hier zwei Beispiele aus dem vergangenen Jahr. Wer Lust, kann sich ja mal daran versuchen.

Klasse 5: Es war einmal ein Vater, der wollte seinen Kindern ein Vermögen von 3600 Talern vererben. Er verfügte: Das älteste Kind soll vom ganzen Vermögen 100 Taler erhalten und vom verbleibenden Rest den siebten Teil. Das zweite Kind soll vom nun noch verbleibenden Betrag 200 Taler erhalten und vom neuen Rest den siebten Teil. Jedes folgende Kind soll 100 Taler mehr bekommen als das Kind davor und vom jeweiligen neuen Rest den siebten Teil. Wie viele Kinder waren es, und wie viele Taler hatte jedes der Kinder zu erwarten?

Klasse 6: Clara hat 30 Schachteln und sehr viele Murmeln. Sie packt eine Murmel in die erste Schachtel, zwei in die zweite, drei in die dritte und so weiter. In die 30. Schachtel legt sie 30 Murmeln. a) Wie viele Murmeln liegen insgesamt in den 30 Schachteln? b) Claras kleiner Bruder David kommt vorbei und nimmt aus allen Schachteln mit ungerader Nummer alle Murmeln heraus. Wie viele Murmeln hat er erbeutet? c) David überlegt jetzt: „Wenn ich aus allen Schachteln mit gerader Nummer jeweils die Hälfte aller Murmeln entfernt hätte, dann könnte ich in jede der 30 Schachteln gleich viele Murmeln dazutun.“ Zeige, dass David Recht hat, und berechne, wie viele Murmeln David hier in jede Schachtel tun würde.

Schulleiterin Monika Schulte weiß, dass solch ein freiwilliges Engagement der Schüler nicht von ungefähr kommt. „Ohne die Unterstützung der Lehrkräfte würde das nicht funktionieren“, sagt sie. Sie seien es, die die außerschulischen Angebot an die Jungen und Mädchen herantragen. Mit Erfolg.

Die Mathematik-Olympiade ist ein jährlich bundesweit angebotener Wettbewerb, an dem über 125000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Die finanzielle Unterstützung des Wettbewerbs in Niedersachsen sichert die Stiftung NiedersachsenMetall. „Wir wollen helfen, bei jungen Menschen Lust auf Mathematik und Naturwissenschaften zu wecken“, sagt Geschäftsführer Olaf Brandes.

Von Dirk Wirausky

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