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Umland Gehrden Nachrichten Marktplatzgestaltung: Kirche hat Einwände
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00:19 16.02.2019
Die Umgestaltung des Gehrdener Marktplatzes in Höhe der Kirche ist derzeit in der Diskussion. Quelle: Stephan Hartung
Gehrden

Keine Ruhe am Marktplatz: Nach der langen und ergebnislosen Diskussion um den geplanten Neubau auf dem Grundstück am Steinweg 25 scheint nun eine neue Debatte über die Umgestaltung des Marktplatzes zu beginnen. Und erneut gehen die Meinungen von Stadt und Kirche auseinander.

Die Vertreter der Margarethengemeinde lehnen die vom Büro Freiraumplanung vorgelegten Entwurf, der auch Bereiche des Kirchgartens einbezieht, ab. Sie kritisieren, dass ihre Wünsche nicht ausreichend eingearbeitet wurden. „Einvernehmliche Absprachen sind nur geringfügig im Entwurf enthalten“, beklagte Gerd-Peter Zaake vom Kirchenvorstand in der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Städteplanung Es sei bedauerlich, dass es offenbar keine Kooperation zwischen Kirche und Politik gebe. Planer Thomas Ostermeyer widersprach Zaake. Er sei verwundert über diese Einschätzung. „Die Wünsche der Kirche sind vollständig abgebildet worden“, sagte Ostermeyer.

Umgestaltung des Marktes in diesem Jahr

Der Stadt gefällt die Diskussion gar nicht. Sie steht unter Zugzwang. Für die Innenstadtsanierung erhält sie Geld aus dem Städtebauförderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren. „Und wir müssen das zugewiesene Geld in diesem Jahr ausgeben“, sagte Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. Es entstehe ein finanzielle Schaden, wenn nicht gearbeitet werde. Die Stadt brauche eine Entscheidung, ob sie den Entwurf im Grundsatz weiterverfolgen solle. Ziel sei ein gut gestalteter, moderne und multifunktional nutzbarer Platz. Glaubt man dem Votum der Politiker, dann erfüllt die Vorlage des Büros Freiraumplanung diese Vorstellungen. „Das ist ein stimmiges Konzept“, sagte Rolf Meyer (SPD). Und Lars Heiner (AfD) bezeichnet den Entwurf als einen guten Plan.

Eine Idee: Eine Wassertreppe soll zwischen Kirchhof und Marktplatz angelegt werden Quelle: Archiv

Die Politiker wollten deswegen keine weitere Zeit verlieren. Der Vorschlag von Eva Kiene-Stengel (Gruppe Grüne/Linke), zunächst die Sitzung des Kirchenvorstandes der Margarethengemeinde in der nächsten Woche abzuwarten und den Entwurf erst in der Ausschusssitzung Mitte März verbunden mit einem Ortstermin zu verabschieden, wurde abgelehnt. Die Mehrheit von SPD, CDU, FDP und AfD folgte einem Vorschlag von Klaus Dörffer (CDU). Zunächst solle der Bereich des Marktplatzes betrachtet werden, und das Kirchengelände solle vorerst aus der Planung herausgenommen werden. Die Gruppe Grüne/Linke folgte diesem Kompromiss nicht. „Die Kirche muss als Nachbar in solch eine Planung zwingend mit eingebunden werden“, sagte Thomas Wahner.

Margarethengemeinde muss noch beraten

Projektleiterin Christina Unselt betonte, dass der vorgelegte Entwurf noch kein Ausführungsplan sei. „Wir werden ihn die Details mit der Kirche absprechen“, versprach sie. Und: Die Umgestaltung bis zum Kirchenportal und die Übergänge vom Markt zum Areal der Kirche würden von der Stadt finanziert. Zaake hörte sich all das in Ruhe an. „Der Beschluss ist für uns als Kirche nicht bindend“, bekräftigte er. Am 19. Februar wird sich der Kirchenvorstand mit dem Entwurf befassen.

Von Dirk Wirausky

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