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Nachrichten Marktplatz und Kirchhof sollen zusammen umgebaut werden
Umland Gehrden Nachrichten

Gehrden: Marktplatz: Gemeinsame Planung mit der Kirche.

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18:06 22.08.2019
Die Umgestaltung des Bereichs am Markt wird verschoben. Ab Frühjahr 2020 sollen Marktplatz und Kirchhof deshalb in einem Schritt saniert werden. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Bei der aktuellen Diskussion um den Baumbestand am Markt hat die CDU-Ratsfraktion nun einen Kompromiss vorgeschlagen. „Die beiden Kastanien vor dem Ratskeller sollen erhalten bleiben und davor in vier bis sechs Metern Abstand zeitnah neue Bäume gepflanzt werden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker. Nach einer Entwicklungsphase aller Bäume könne die Situation dann in einigen Jahren neu bewertet werden. Keine Zukunft hat dagegen die Platane. Sie ist so geschädigt, dass sie beseitigt werden muss.

Zuletzt hatten sich die Grünen und zahlreiche Bürger dafür eingesetzt, dass der aktuelle Baumbestand am Marktplatz erhalten bleibt. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dass im Zuge der Umgestaltung des Stadtzentrums einige Bäume weichen müssen. Sie seien zum Teil stark beschädigt, heißt es aus der Verwaltung. Dafür sollen neue gepflanzt werden.

Kritik am aktuellen Bebauungsplan

Unabhängig davon gibt es nach wie vor Kritik am aktuellen Bebauungsplan für den Marktplatz. Stein des Anstoßes ist für zahlreiche Bürger das Haus am Steinweg 25. Das alte Gebäude soll abgerissen und dafür ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Aus Sicht der Kritiker ist der geplante Neubau zu hoch und zu breit. „Wenn die Fläche zu 100 Prozent bebaut wird, wird der Steinweg an dieser Stelle noch schmaler“, merkte ein Zuhörer in der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Städteplanung an. Eine dort ebenfalls anwesende Gehrdenerin bemängelte, dass bei der Diskussion um das Haus am Steinweg 25 offenbar Einzelinteressen über den Bürgerwillen gesetzt würden. Das bestritt Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. „Wir müssen das Städtebaurecht in die richtigen Bahnen leiten“, sagte er. Der Bau eines neuen Hauses müsse für die Eigentümerin auch wirtschaftlich darstellbar sein.

Nach wie vor ein Streitthema: Die Pläne für das Grundstück am Steinweg 25. Das alte Haus soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Quelle: Dirk Wirausky

Auch die Bürgerinitiative (BI) „Wir in Gehrden“ will den Neubau in geplanter Größe verhindern. Ihre Forderung: Ein neuer Baukörper müsse sich der historischen Situation unterordnen und dürfe nicht größer werden als das bestehende Gebäude. Die Firsthöhe dürfe deshalb elf Meter und die Traufhöhe 6,50 Meter nicht überschreiten.

Sanierung des Marktplatzes erst 2020

Erst im Frühjahr 2020 wird die Sanierung des Marktplatzes beginnen. Der Grund: Der Stadt liegt aktuell nur ein Angebot vor – und das überschreitet den finanziellen Rahmen deutlich. Die Ausschreibung wurde deshalb aufgehoben; im Herbst wird ein zweiter Anlauf genommen. Der Vorteil dieser Verzögerung: Nach Absprache mit der Kirche kann nun der gesamte Bereich ausgeschrieben und in einem Schritt saniert werden. Ursprünglich sollte zunächst die öffentlichen Flächen erneuert, anschließend der Bereich der Kirche umgestaltet werden. „Inzwischen haben wir weitere Details besprochen“, sagte die städtische Projektleiterin Christina Unselt. Sie hoffe, dass im nächsten Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Zurzeit wird im Rahmen der Innenstadtsanierung der Gehweg an der Kirchstraße erneuert. Auch die alten Straßenlaternen werden dort ausgetauscht.

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