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Gehrden: Mehrheit will Bäume auf dem Marktplatz erhalten.

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13:00 24.10.2019
Erhalten oder beseitigen? Die drei Bäume auf dem Marktplatz scheiden die politischen Geister. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Landschaftsarchitekt Thomas Ostermeyer wirkte alles andere als zufrieden, als er die Sitzung des Ausschusses für Bau- und Städteplanung verließ. Sein Wunsch, für die geplante Umgestaltung des Marktplatzes drei alte Bäume zu fällen, wurde nicht erfüllt. Mit den Stimmen der CDU und der Grünen wurde er abgelehnt. Das letzte Wort hat nun der Rat. Dort könnte Ostermeyers Vorschlag allerdings doch noch eine Mehrheit finden.

Die Diskussion um den Erhalt der Platane und der beiden Kastanien am Ratskeller findet kein wirkliches Ende. Die Verwaltung hatte in Absprache mit Ostermeyer vorgeschlagen, dass die drei Bäume beseitigt und dafür neue Bäume gepflanzt werden. Auch der Sanierungsbeirat hatte kürzlich mit einer deutlichen Mehrheit dafür votiert.

Darauf bezieht sich Henning Harter (SPD). Der Sanierungsbeirat sei das beste Beispiel für eine Bürgerbeteiligung. „Entweder achten wir darauf, was dort diskutiert und entschieden wird, oder wir können ihn auflösen“, sagte Harter. Für ihn steht fest: Die Bäume auf dem Marktplatz müssen weg, weil sie die geplante Umgestaltung, die im Frühjahr nächsten Jahres beginnen soll, einschränken. Unterstützung kam aus den Reihen der AfD. „Wir investieren viel Geld in den Marktplatz“, sagte Lars Heiner. Aus seiner Sicht müssten die Bäume weichen.

CDU: Kastanien kommen nicht weg

Das sah Heinrich Meinecke für die CDU völlig anders. Über die Zukunft der Platane könne diskutiert werden, aber die beiden Kastanien am Ratskeller müssten stehen bleiben, sagte er. Zustimmung kam von den Grünen. „Alle Bäume müssen wir erhalten“, sagte Thomas Wahner. Die Vitalität der Bäume sei durch das jüngste Gutachten belegt worden. Und für Eva Kiene-Stengel (Bündnis 90/Die Grünen) sind sie ökologisch wertvoll.

Zuvor hatte Ostermeyer für eine Beseitigung plädiert. „Wenn der Baumbestand erhalten wird, darf in diesem Bereich nichts gemacht werden“, sagte er. Die Bäume würde es sonst nicht überleben. Das wiederum würde den Gestaltungsspielraum am Marktplatz erheblich einschränken. Ostermeyer favorisiert deshalb zukunftsfähige Neuanpflanzungen.

Probleme bei der Umgestaltung

Bürgermeister Cord Mittendorf unterstützte Ostermeyers Linie. „Wenn die Bäume bleiben, bekommen wir große Probleme bei der Umgestaltung des Marktes“, sagte er. Die Verwaltung hatte deshalb vorgeschlagen, die Platane und die Kastanien zu beseitigen, und dafür mindestens vier neue Bäume am Marktplatz zu pflanzen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war, dass die Bäume aus Sicht der Verwaltung keine Entwicklungsmöglichkeit haben und sich zu viele bauliche Zwänge für die Neugestaltung des Marktplatzes ergeben würden. Zudem würden die beiden Kastanien massiv eine notwendige Sanierung der Fassade des Ratskellers behindern, heißt es.

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Von Dirk Wirausky

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