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Nachrichten 60 Jahre und kein bisschen leise: Schützenkorps Ottomar von Reden feiert Jubiläum
Umland Gehrden Nachrichten

Gehrden: Mit einem Schellenbaum beginnt die Geschichte der Schützenkapelle.

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19:56 02.12.2019
Letzter Feinschliff: Bei einem Probewochenende in Petershagen haben sich die Frauen und Männer der Schützenkapelle auf ihr Jubiläumskonzert vorbereitet. Quelle: Privat
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Gehrden

Die Schützenkapelle feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Und das obwohl die Geschichte des Musikkorps der Schützengesellschaft Ottomar von Reden schon vor 61 Jahren begann: Auf der Weihnachtsfeier 1958 stiftete der damalige Vorsitzende und Namensgeber Ottomar von Reden einen Schellenbaum, den der Verein bei Umzügen mitführen und der bei Auftritten der Kapelle auf der Bühne stehen sollte. Das gab den Anstoß für eine große Spendenaktion. Von dem Geld konnten Musikinstrumente angeschafft und ein Orchester gegründet werden.

Zu einem ersten Übungsabend trafen sich acht Schützen unter der Leitung von Kapellmeister Henry Staats im Schützenhaus. Der erste Auftritt war ein Ständchen im Juni 1959 zum 71. Geburtstag von Ottomar von Reden.

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Bei der Weihnachtsfeier 1958 wird der Schützengesellschaft ein Schellenbaum übergeben. Quelle: Privat

Der heute 79-jährige Rolf Weiberg war fast von Anfang an dabei. Er kam im Herbst 1959 zu der Kapelle und spielte bis 2010 das Tenorhorn, mehr als ein halbes Jahrhundert lang. „Ich hatte überhaupt keine Ahnung von Noten“, erzählt er. Kapellmeister Kurt Lambrecht habe ihm ein Tenorhorn in die Hand gedrückt, „und dann sollte ich anblasen“, sagt Weiberg. Er bekam einen Ton heraus – und war aufgenommen. Zum Üben musste Weiberg in die Steinkuhle im Gehrdener Wald ausweichen. „Zu Hause war es zu laut“, sagt er. Mit Unterstützung von Lambrecht sei er schließlich zu einem vollen Mitglied des Korps geworden.

Chronik zum 60-jährigen Bestehen

Der 79-Jährige ist es auch, der nun zum 60-jährigen Jubiläum eine Chronik des Schützenmusikkorps verfasst hat. Eigentlich sei Sinn und Zweck der Kapelle gewesen, die vereinseigenen Veranstaltungen musikalisch zu begleiten, schreibt Weiberg. Doch im Laufe der Jahre kamen immer mehr Einladungen hinzu. Das Schützenmusikkorps wurde über die Grenzen Hannovers hinaus bekannt. Es trat in den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands: von der Nordsee bis zum Schwarzwald. Beim größten Schützenfest der Welt in Hannover sind die Musiker vom Burgberg Stammgäste. Laut Kapellenobmann Hans-Heinrich Beier absolviert das Korps rund 30 Auftritte pro Jahr.

Die erste Probe des Schützenmusikkorps findet im März 1959 im Schützenhaus statt.. Quelle: Privat

Das Musikkorps, dem zurzeit etwa 30 Frauen und Männer angehören, setzt auf Kontinuität. Nur drei Kapellmeister hatten in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten die Stabführung inne. Auf Henry Staats folgte Kurt Lambrecht, und seit 1989 ist Olaf Nitsch Leiter der Musikformation. Nitsch hat bereits als Zehnjähriger beim Musikkorps begonnen. Sein Instrument war die Trompete.

Adventskonzert in der Festhalle

Und auf noch etwas ist Verlass: Im November 1966 waren die Schützen erstmals in der Festhalle Am Castrum zu hören; der Eintritt kostete damals zwei Mark. Inzwischen ist daraus eine Tradition geworden. Seitdem ist das Musikkorps 53-mal in Folge in der Festhalle aufgetreten; in den vergangenen Jahren stets am zweiten Advent. Mehr als 200 Besucher kamen in den Vorjahren.

Auch 2019 steht das Adventskonzert auf dem Programm. Am Sonntag, 8. Dezember, dürfen sich die Gäste auf Lieder aus sechs Jahrzehnten freuen. Beginn ist um 16 Uhr. Bereits ab 15 Uhr können sich die Konzertbesucher bei Kaffee und Kuchen auf die Veranstaltung einstimmen. Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro in der Buchhandlung Lesezeichen am Steinweg sowie bei Andrea Nitsch, Telefon (05108) 879620, und Hans-Heinrich Beier, Telefon (05108) 1242.

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