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Gehrden: Orchesterkonzert mit Hör-Geschichten.

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12:51 29.08.2019
Das Orchester „accento“ mit Leiterin Raphaela Martens ist in der Festhalle zu hören. Extra aus der Schweiz kommt die Bratschistin Kristine Busse (links). Quelle: Foto: Heidi Rabenhorst
Gehrden

Die Überschrift über die beiden Stücke des Orchesterkonzerts könnte „Musikalische Erzählungen“ lauten. Denn das Orchester „accento“ aus Hannover wird am Sonnabend, 7. September, in der Gehrdener Festhalle zwei Hör-Geschichten musizieren. Im Mittelpunkt des Abends steht die berühmte „Pastorale“ von Beethoven. Eine Sinfonie, die das Leben auf dem Lande beschreibt und viele Naturbilder über die Musik entstehen lässt. Vorab erklingt die Uraufführung eines Bratschenkonzerts: „Die Geschichte von Don Quijote“. 

Für den Komponisten aus Gehrden, Volker Grimsehl, ist die Entstehung diese Werkes selbst schon eine Geschichte für sich. Zunächst ist für ihn der über 500 Jahre alte Roman von erstaunlicher Aktualität. Denn es geht um jemanden, der fast nur in virtuellen Welten lebt und mit der Wirklichkeit nicht mehr klarkommt. Don Quijote erkennt erst in der Stunde des Todes, dass sein Leben, ein edler Ritter in längst vergangener Zeit zu sein, nur ein Traum war.

Dieser „Rittertraum“ hat für Volker Grimsehl auch eine eigene Geschichte. 1957 komponierte sein Musiklehrer ein „Ritterlied“ zu einem Klassenspiel. Diese Melodie verkörpert jetzt das Ritterleben von Don Quijote und ist für Grimsehl eine Erinnerung an die Anfänge seines kompositorischen Schaffens und Verbeugung vor seinem Lehrer Christoph Peter, der den Grundstein dazu legte.

Don Quijote als Bratschenkonzert

Auch das aus Don Quijote ein Bratschenkonzert wurde, hat für ihn weitere Besonderheiten. Der melancholische, aber auch ironische Klang dieses Instruments konnte zu diesem Thema kaum geeigneter sein. Als ein Bratschist des Gehrdener Kammerorchesters ihn zu einer Konzertkomposition ermunterte, drängte sich Don Quijote dazu gerade auf. Das Stück wurde bald fertig, aber kurz danach verstarb der Bratschist, dem es gewidmet war.

Als Solistin konnte Kristine Busse gewonnen werden, die zu den Orchestermitgliedern zählt. Bereits im fünften Lebensjahr war sie der Bratsche verfallen und spielte seither Kammermusik in den verschiedensten Konstellationen. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie an der Haute Ecole de Musique de Lausanne, Site de Sion. Aktuell studiert sie Musikpädagogik in Zürich. Mit der Teilnahme an Wettbewerben wie dem Concour International de Musique de Chambre de Lyon und der Swiss Chamber Academy (mehrmals Preisträger) konnte sie auf intensivste Weise ihre kammermusikalischen Fähigkeiten optimieren. Sie ist mehrmalige Stipendiatin der Stiftung LYRA in Zürich.

Das hannoverschen Orchester „accento“ unter der Leitung von Raphaela Martens wird Beethovens „Pastorale“ und „Die Geschichte von Don Quijote“ am Sonnabend, 7. September, 17 Uhr in der Festhalle Am Castrum spielen. Am Sonntag, 8.September, folgt eine Matinee um 11.30 Uhr in der Freien Waldorfschule Hannover-Maschsee, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 70. Der Eintritt ist frei, über Spenden am Ausgang würden sich die Veranstalter freuen.

Von Dirk Wirausky

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