Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Quantensprung für das Klinikum
Umland Gehrden Nachrichten Quantensprung für das Klinikum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:05 27.08.2015
Von Dirk Wirausky
"Man merkt den Übergang körperlich": Dr. Martin Memming zwischen Neubau und Altbestand. Quelle: Wirausky
Gehrden

Etwa 25 Millionen Euro wurden in das 100-Betten-Haus, in dem unter anderem die Intensivstation und die Notaufnahme untergebracht sind, investiert. Für Memming war das eine unumgängliche Ausgabe. „Der Neubau ist wichtig, weil er es dem Krankenhaus ermöglicht, mit der Zeit zu gehen“, sagt der Chefarzt. Doch für Memming ist dies nur ein erster großer Schritt. Ein weiterer Neubau, der den alten Gebäudekomplex ersetze, sei alternativlos. „Und wir brauchen schnell einen Beschluss“, sagt Memming.

Zurzeit werde eine sogenannte Vorabplanung für den Raumbedarf geprüft. Was den Entscheidungsprozess möglicherweise verzögern wird, sind die Kosten. Mehr als 80 Millionen Euro soll die weitere Modernisierung des Klinikums am Gehrdener Berg kosten.Dass das viel Geld ist, weiß auch Memming.

Der Unterschied zwischen dem Erweiterungsbau und dem Altbestand wird Mitarbeitern und Patienten zurzeit drastisch vor Augen geführt. Im Altbau enge, dunkle und vollgestellte Gänge, im Neubau direkt nebenan lange, breite und lichtdurchflutete Flure. „Man spürt den Wechsel von alt zu neu körperlich“, sagt Memming. Auch Mitarbeiter wie Rolf Jäger, Stationsleiter des Bauch- und Gefäßzentrums, ist begeistert. „Platz, Ruhe und entspanntes Arbeiten - es gibt nur Positives“, sagt er. Die Bedingungen hätten sich deutlich verbessert. Und auch die Patienten seien erheblich zufriedener. Vormals mussten sich 20 Patienten zwei Toiletten teilen. Heute gibt es in jedem Zimmer Sanitäranlagen. „Es ist viel komfortabler geworden“, sagt Jäger. Früher seien die Mitarbeiter zudem mit einem Verbandswagen in den Dreibettzimmern kaum um die Ecke gekommen. Solche Probleme gebe es nun nicht mehr.

Doch Memming ist ehrlich: Es gebe noch ein paar Anpassungsthemen. So sei die Integration von Patienten aus Springe, die auf die Gehrdener Intensivstation kommen, noch nicht optimal gelöst. „Wir können gegenwärtig nicht Volllast fahren“, sagt der ärztliche Direktor. Und die Notaufnahme im ersten Bauabschnitt müsse noch komplettiert werden. Es gebe dort momentan Kapazitäts- und Personalprobleme. 1,5 Millionen Euro müssten in diesen Bereich noch investiert werden. Unter anderem fehlten Wartezonen für die Patienten, wenn der Andrang groß sei. Memming hofft aber, dass diese Situation bald verbessert werden kann.

Der Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses steht kurz bevor. Doch aktuell sind die Baurbeiter noch mit den Vorarbeiten beschäftigt. Das Gebäude muss entkernt, untersucht und ein Stromkasten entfernt werden.

Kerstin Siegmund 27.08.2015

Die Region lässt zurzeit einige Straßen sanieren. In den Einmündungen der Schulstraße in die Robert-Koch-Straße, Lange Feldstraße und Gartenstraße sind die abgesackten Gossen auf Höhe gesetzt worden, teilt Regionssprecher Klaus Abelmann auf Anfrage mit. Nun soll in den Bereichen auch die Fahrbahndecke erneuert werden.

Kerstin Siegmund 26.08.2015

Am Gehrdener Berg hat der Naturschutzbund am Mittwoch die Pforten seines Erlebnisgartens geöffnet. Dabei haben vor allem die Kinder die neugierigen Thüringer Waldziegen Lotti und Yumi von Hedda Ernst ins Herz geschlossen, sogar der Ziegenmilch-Vanillepudding hat allen geschmeckt.

29.08.2015