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Gehrden: SPD, CDU und Grüne fordern: Neue Halle muss schnell geplant werden

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12:56 19.11.2019
Die dringend sanierungsbedürftige Sporthalle am Bad reicht längst nicht mehr aus, um den Wünschen der Sportvereine nach Hallenzeiten entsprechen zu können. Quelle: Archiv
Gehrden

Die Politiker sind sich einig: Es muss eine zweite Sporthalle gebaut werden. Entsprechendes Geld ist auch in der mittelfristigen Haushaltsplanung berücksichtigt worden: 7 Millionen Euro für eine Drei-Felder-Halle.

Einverstanden sind die Ratsmitglieder damit dennoch nicht. Sie kritisieren den Zeitplan. Denn das Geld soll nach den Vorstellungen der Verwaltung erst ab 2022 zur Verfügung gestellt werden. Zu spät, findet Klaus Dörffer (CDU). „Wir müssen die Planungskosten nach vorne ziehen“, forderte er im Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport. Das sei ein wichtiges Signal an die Sportvereine, die seit Jahren über fehlende Hallenzeiten klagen.

Politiker stehen in der Pflicht

Diese Forderung unterstützte auch Heinz Strassmann (Bündnis 90/Die Grünen). „Wir stehen in der Pflicht, die neue Halle möglichst schnell zu bauen“, sagte er. Auch Michael Passior (SPD) stimmte seinen Vorrednern zu: „Eine neue Halle muss her.“

Hintergrund für das Drängen der Politiker ist der Zustandes der Halle am Bad, die dringend saniert und modernisiert werden müsste. „Wir wissen gar nicht, wie lange sie noch genutzt werden kann“, sagte Dörffer. Wenn sie aufgrund baulicher Mängel plötzlich gesperrt werden müsse, gebe es große Probleme. Deshalb müsse zumindest eine Entwurfsplanung für den Bau einer neue Halle in Auftrag gegeben werden.

Allerdings: 7 Millionen Euro sollen in das Projekt nicht investiert werden. „Wir müssen die Kosten reduzieren“, sagten Dörffer und Passior übereinstimmend – von 7 auf 4 Millionen Euro. Es reiche eine schlichte Variante, befand Passior.

Verwaltung verweist auf andere Projekte

Nurettin Demiral, Leiter des Fachbereichs Finanzen, reagierte eher zurückhaltend auf die Wünsche der Politiker. Aus gutem Grund: „Wir haben aktuell nicht die personellen Kapazitäten im Rathaus, um eine neue Halle zu planen“, sagte er. Der Zeitraum von 2022 bis 2024 sei bewusst gewählt worden, weil aktuell schon zahlreiche Projekte wie der Neubau einer Grundschule und einer Mensa sowie die Sanierung von Gymnasium und Oberschule Personal binden. Das sah auch der Erste Stadtrat André Erpenbach so. „Die Politiker müssen zumindest sagen, welche Priorität diese Halle haben soll“, sagte er.

Argumente, die die Politiker nicht gelten lassen wollten. „Es müssen im nächsten Haushalt zumindest Planungskosten eingestellt werden“, sagte Passior stellvertretend für alle. Das müsse nicht zwingend ein hoher Betrag sein. Wie hoch dieser sein wird und wie sich die Forderung nach einem zügigen Hallenneubau auf den Haushalt 2020/2021 auswirken, wird Demirel in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Öffentliche Einrichtungen am Mittwoch, 20. November, berichten.

Der Neubau einer zweiten Großturnhalle wird von allen Ratsfraktionen gefordert. Bei einer Besichtigung der Sportflächen im vergangenen Jahr war festgestellt worden, dass die größte Sporthalle im Stadtgebiet in einem miserablen Zustand ist. Vor der Sanierung der Sporthalle oder einem Abriss soll deshalb eine neue Sporthalle zur Verfügung stehen, um den Sporttreibenden Hallenkapazitäten anbieten zu können. Möglicher Standort könnte eine Fläche auf dem Grundstück des Delfi-Bades sein.

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