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Umland Gehrden Nachrichten

Gehrden: Senioren kritisieren Zustand des Friedhofes in Leveste.

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13:53 10.05.2019
Großes Ärgernis: Die geplante Gestaltung der Südseite des Friedhofs liegt im wahrsten Sinne des Wortes seit Jahren brach. Quelle: Dirk Wirausky
Leveste

Oswald Thomas macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Man könnte denken, Leveste liegt 70 Kilometer von Gehrden entfernt“, sagt er. Der Senior ist verärgert – genauso wie Volker Eberhardt und Eckehard Merchert. Verärgert über den Zustand des Levester Friedhofes. Für die Seniorengruppe ist der Friedhof in der Ortsmitte eine Herzensangelegenheit. „Uns ist es wichtig, dass der Friedhof ein gepflegtes und ordentliches Bild abgibt“, sagt Thomas. Es sei auch eine Erholungsfläche für die Levester Bürger.

Zwar habe die Stadt vor gut fünf Jahren in Absprache mit der Seniorengruppe und nach einem Ortstermin mit Bürgermeister Cord Mittendorf unter anderem einen Querweg gepflastert und auch einige andere Verschönerungs- und Pflegearbeiten ausgeführt, doch seitdem herrsche Stillstand, bemängeln die Senioren. Es seien Versprechen nicht eingehalten worden.

Eckehard Merchert und Oswald Thomas ärgern sich über den Pflegezustand der Urnengräber. Quelle: Dirk Wirausky

Die Mängelliste ist lang. So sei der Zustand einiger Urnengräber ein Ärgernis, sagt Thomas. Sie sind mit Unkraut überwuchert und zum Teil fehlt die Umrandung. Damit nicht genug. Obwohl es die aktuelle Friedhofssatzung nicht erlaube, gebe es Grabstätten mit Stein und Kies. „Das interessiert offenbar im Rathaus niemand“, meint Thomas. Und: Ursprünglich sei angedacht worden, dass die Senioren in Absprache mit der Stadt einen Ort für Baumbestattungen anlegen. Dafür sollte ein Hügel an der Südseite des Friedhofs verlängert und ein bis zwei neue Bäume gepflanzt werden. Eine alte Linde musste dafür gefällt werden. Während diese größeren Arbeiten von Fachleuten übernommen wurden, wollten sich die Senioren mit dem Pflanzen einer Hecke auf der Fläche beteiligen. Zwar ist die Linde längst weg, doch „der Bereich ist inzwischen ein großer Schandfleck auf dem Friedhof“, sagt Thomas deutlich. Auch die Lücken in der vorhandenen Hecke rund um die Anlage, die oft als Zugang genutzt werden, wollten die Ehrenamtlichen in Absprache mit der Stadt schließen. Geschehen sei nichts, erzählt Eberhardt.

Vor fünf Jahren ist der Levester Friedhof in Teilen umgestaltet worden; seitdem ist nichts passiert. Quelle: Dirk Wirausky

Dem Engagement der Senioren ist es beispielsweise zu verdanken, dass den neuen Querweg seit einigen Jahren 20 Bäume säumen; finanziert durch einen Spendenaufrufe der Helfer. „Wir würden auch andere Arbeiten übernehmen“, sagen Thomas und Merchert; die Stadt müsse nur die notwendigen Materialien und Pflanzen zur Verfügung stellen. Doch die Verwaltung rühre sich nicht. „Wir werden stets vertröstet“, schimpft Thomas. Auf Nachfrage heiße es, die Arbeiten werden im Frühjahr gemacht. „Aber niemand sagt, in welchem Jahr“, sagt Thomas zynisch.

Und noch etwas sorgt für Frust bei den Helfern. „Wir werden von den Bürgern für den schlechten Pflegezustand des Friedhofs verantwortlich gemacht“, erzählt Eberhardt. Die Folge: Einigen Senioren gehe allmählich die Lust verloren, ihre ehrenamtliche Hilfe anzubieten. „Der Enthusiasmus der Gruppe ist erlahmt“, meint Eberhardt. Und Thomas formuliert es drastisch: „Durch die Tatenlosigkeit der Verwaltung wird beste Bürgerinitiative vernichtet.“

Von Dirk Wirausky

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