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Umland Gehrden Nachrichten Tierschutzverein fordert Kastrationspflicht
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11:34 04.04.2019
Der Tierschutzverein fordert für das Gehrdener Stadtgebiet eine Katzenschutzverordnung. Quelle: dpa
Gehrden

Im Herbst will sich die Verwaltung gemeinsam mit den Politikern über die Notwendigkeit einer Katzenschutzverordnung unterhalten. Bis dahin sollen neue Fakten und Daten vorliegen, hatte Bürgermeister Cord Mittendorf in der vergangenen Woche angekündigt. Eingefordert hatte dies die CDU-Fraktion. Die CDU wollte nämlich von der Verwaltung wissen, in welchen Kommunen es bereits eine Katzenschutzverordnung gebe und wie viele frei laufende Katzen im Gehrdener Stadtgebiet unterwegs seien. Möglicherweise können sich die Verantwortlichen im Rathaus diese Arbeit sparen, denn der Tierschutzverein Barsinghausen hat diese Aufgabe bereits übernehmen.

In einem Brief an den CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Spieker weist der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Ernst Wildhagen, darauf hin, dass es in den Kommunen Barsinghausen, Wennigsen, Springe und Wunstorf bereits eine entsprechende Katzenschutzverordnung gebe. Garbsen und weitere Kommunen befinden sich zudem in der Vorbereitung. In Niedersachsen haben laut Wildhagen mittlerweile 261 Kommunen eine Verordnung.

Die Frage der Union, wie viele streunende Katzen es im Stadtgebiet gibt, sei aus Sicht von Wildhagen nicht so leicht zu beantworten. „Es gibt keine offiziellen Statistiken und eine gesonderte spezielle Erhebung dazu wäre viel zu aufwändig und unverhältnismäßig teuer“, sagt Wildhagen. Man könne sich nur mit Schätzungen der Zahl nähern. Laut Wildhagen gebe es in Deutschland zwischen 13 und 15 Millionen Hauskatzen. „Gemessen am Bevölkerungsanteil ergibt sich damit für Gehrden eine Zahl von 2000 bis 3000 Hauskatzen“, rechnet Wildhagen vor. Bei einer angenommenen Quote von 20 bis 40 Prozent bereits kastrierter und gechipter Katzen ergebe sich, dass etwa 1200 bis 2400 Hauskatzen nicht kastriert und nicht gekennzeichnet seien. „Dazu kommen bundesweit etwa zwei Millionen Streunerkatzen, die in teils erbärmlichem Zustand um ihr Überleben kämpfen müssen“, berichtet Wildhagen. Für Gehrden beziffert er diese Zahl auf etwa 400 Tiere. Um sie kümmert sich der Tierschutzverein.

Die Kennzeichnung und Kastration der Hauskatzen sei wichtig, damit die Besitzer von ausgesetzten oder entlaufenen Tieren schnell ermittelt werden könnten und damit es nicht zu einer unkontrollierten Vermehrung komme, betont der Tierschützer. Mittendorf hatte in der jüngsten Ratssitzung berichtet, dass es in Gehrden kein „akutes Katzenproblem“ gebe. Eine Einschätzung, die Wildhagen nur bedingt teilt. Er drängt vielmehr auf eine möglichst schnelle Entscheidung. „Die Politiker sollten bei der Diskussion auch die lange Vorlaufzeit bis zur Wirkung einer entsprechenden Verordnung berücksichtigen“, sagt Wildhagen. Wenn erst gewartet werde, bis ein mögliches Katzenproblem akut sei, könnte nicht mal schnell eine Verordnung erlassen werden und alles sei gut. „Vielmehr hat Gehrden dann viele Jahre ein kostenintensives Problem“, sagt Wildhagen.

Von Dirk Wirausky

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