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Gehrden: Umgestaltung des Marktplatzes muss verschoben werden.

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18:15 18.07.2019
Der Marktplatz bleibt vorerst wie er ist. Die Umgestaltung wird verschoben. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Überraschende Kunde aus dem Rathaus: Die geplante Umgestaltung des Marktplatzes zwischen Hornstraße und Alte Straße, die im nächsten Monat beginnen sollte, muss verschoben werden. Der Grund: Die Stadt hat keine Firmen gefunden, die die Arbeiten im Kostenrahmen umsetzen können oder wollen. „Wir haben uns deshalb entschieden, neu auszuschreiben“, sagt Wolfgang Middelberg, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt.

Eigentlich war alles geklärt. Das Konzept für die Modernisierung des Marktes war vom Rat verabschiedet worden; auch der Zeitplan stand fest. Die Kosten wurden mit etwa 700.000 Euro beziffert. Im August sollte es losgehen. Im ersten Schritt sollte der Marktplatz umgestaltet werden, in einem zweiten Schritt Flächen auf dem Gelände der Margarethengemeinde. Daraus wird nichts.

„Es kann keinen Zuschlag bei der Ausschreibung gegeben werden“, sagt Middelberg. Der Stadt habe nur das Angebot einer Firma erhalten und das sei schlicht zu teuer. So hoch, dass es sogar über den von Bund und Land zur Verfügung gestellten Fördermitteln liegt. „Die Stadt hätte diese finanzielle Lücken selbst schließen müssen“, sagt Middelberg. Das macht sie aber nicht. „Wir wollen keine Steuergelder verschleudern“, betont er. Nun sucht die Stadt nach einer neuen Chance und hofft auf günstigere Preise. Im Herbst wird erneut ausgeschrieben. Ist dann ein akzeptables Angebot einer Firma dabei, soll die Sanierung des Marktplatzes im Frühjahr nächsten Jahres beginnen.

Sollte es auch dann kein annehmbares Ergebnis geben, muss die Stadt den Auftrag „freihändig“ vergeben. „Wir würden dann direkt mit Fachfirmen verhandeln“, sagt Middelberg.

Fördermittel bleiben erhalten

Immerhin: Die bewilligten Städtebaufördermittel, die ursprünglich noch in diesem Jahr ausgegeben werden mussten, können ins nächste Jahr übertragen werden. „Offenbar haben andere Kommunen ähnliche Probleme wie wir“, sagt Middelberg. Deshalb hätten Bund und Land die Vorgaben gelockert und die Fristen verlängert.

Einen Vorteil hat die Verzögerung. Möglicherweise können Markt und Kirchengelände in einem Atemzug erneuert werden. „Wir können die Planung dann miteinander verbinden“, hofft Middelberg. Die Margarethengemeinde hat bislang ihr Konzept noch nicht bis ins letzte Detail beschlossen.

Wochenmarkt muss erneut verlegt werden

Übrigens: Während der drei- bis viermonatigen Bauphase am Marktplatz muss der Wochenmarkt verlegt werden. Er werde laut Middelberg jedoch in der Innenstadt bleiben. „Die Markthändler dürfen dann den gesamten Steinweg nutzen“, sagt Middelberg. Ein Umzug an den ehemaligen Festplatz wie vor ein paar Jahren, als der Bereich zwischen Neue Straße und Kirchstraße saniert wurde, wird es nicht geben. Das ist auch gar nicht möglich. Direkt neben dem alten Festplatz sollen im Herbst die Arbeiten für die neue Grundschule beginnen.

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Von Dirk Wirausky

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