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Umland Gehrden Nachrichten Mehr Bürgerbeteiligung über das Internet
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11:34 01.03.2019
In Gehrden sollen sich die Bürger eines Tages digital an den politischen Prozessen beteiligen können. Quelle: Archiv
Gehrden

Bürgerbeteiligung ist eine gute Sache. Darin sind sich alle Parteien im Gehrdener Rat einig. Die Frage ist nur, wie soll sie aussehen und wie weit kann sie gehen? Und vor allem: Wie lässt sie sich realisieren? Die CDU hat nun einen Antrag gestellt. Darin wird die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, wie sich eine digitale Bürgerbeteiligung verwirklichen lasse.

Eine großartige Idee, findet beispielsweise Dirk Tegtmeyer (Gruppe Grüne/Linke). Nicht zu Ende gedacht, meint wiederum ein Bürger, der die Diskussion im Ausschuss für Sport, Kultur und Soziales aufmerksam verfolgte. Aus seiner Sicht beschreibt der Antrag nämlich nur die Methode und nicht die praktische Umsetzung. Gleichzeitig befürchtet der Gehrdener, dass speziell der Personenkreis von Menschen über 65 Jahre von diesem Prozess ausgeschlossen werde. „Laut einer Untersuchung nutzen nur 63 Prozent von ihnen das Internet“, gab er zu bedenken. Seines Erachtens müsste der Prozess durch professionelle Hilfe begleitet werden. Er habe nämlich den Einruck, dass die Initiatoren des Antrages ahnungslos seien, wie diese digitale Bürgerbeteiligung umgesetzt werden könne. Klaus Dörffer (CDU) versprach, diese Einwände in die weitere Debatte einfließen zu lassen.

Der Erste Stadtrat André Erpenbach gab zu, dass noch einige Fragen beantwortet werden müssten. „Es geht ja nicht nur darum, Informationen zur Verfügung zu stellen, sondern auch mit den Bürgern in einen Diskurs zu treten“, merkte er an. Doch wie solle das konkret laufen? Und an welchen Projekten solle die Bevölkerung mitwirken? Und dies zu gewährleisten, müsse auf jeden Fall die Informationspolitik verbessert werden, forderte Tegtmeyer. „Sie ist bislang halbherzig“, kritisierte er mit Blick auf relevante Inhalte, die den Bürgern bislang vorenthalten werden.

Von Dirk Wirausky

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