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Gehrden: Was wird aus dem Grundstück am Steintor?

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19:00 01.01.2020
Auf dem seit Jahren verwaisten Baugrundstück zwischen Gartenstraße und Steinweg deutet nichts auf den Beginn von Bauarbeiten hin. Quelle: Heidi Rabenhorst
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Gehrden

Wenn Bürgermeister Cord Mittendorf einen großen Wunsch für das nächste Jahr hat, dann ist es wohl der, dass das Grundstück an der Ecke von Gartenstraße und Steinweg endlich bebaut wird. Dort herrscht seit nunmehr 16 Jahren Stillstand.

Dabei sah es im Frühsommer gut aus. Eine Baugenehmigung lag vor, und ein neuer Investor hatte den Beginn der Arbeiten für ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage und 30 Stellplätzen angekündigt. Offenkundiges Zeichen seiner Absicht: Er ließ die Schotterfläche, die als wilder Parkplatz genutzt worden war, einzäunen. Es habe sogar Treffen mit dem Unternehmer gegeben und Absprachen darüber, wie die Baustelle eingerichtet werden solle, berichtet Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. Passiert ist aber nichts.

Laut Middelberg soll das Grundstück nun erneut verkauft werden. Im Internet wird es von der Immobiliengesellschaft Dahler & Company angeboten: im Paket mit Baugrund und Baugenehmigung. Ob es neue Interessenten gibt, weiß die Stadt nicht. „Uns ist noch kein neuer Kaufvertrag vorgelegt worden“, sagt Middelberg. Weil das Grundstück im Sanierungsgebiet der Innenstadt liege, müsse ein Verkauf von der Verwaltung genehmigt werden. Erst Ende 2018 hatte die Firma BI Estate GmbH mit Sitz in Bielefeld das Areal von dem Unternehmen Grefer Immobilien aus der Wedemark erworben.

Stadt plant Umgestaltung

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren Rücksicht auf die Neubaupläne genommen. Sie hat deshalb nach der vor drei Jahren abgeschlossenen Kanalsanierung einen Straßenabschnitt des Steinwegs nur mit einem provisorischen Belag überzogen – anstatt mit dem anlässlich der Innenstadtsanierung sonst verlegten neuen Pflaster. „Damit die neue Straße bei den Bauarbeiten nicht wieder unnötig beschädigt wird, haben wir mit der neuen Asphaltierung gewartet, bis der Neubau steht“, sagt Middelberg.

Die Geduld der Stadt ist inzwischen weitgehend aufgebraucht. Zurzeit werde geprüft, welche Bedingungen sie stellen kann, wenn erneut ein Investor im Rathaus vorstellig wird. Fakt ist, dass die Sanierung am Steintor im Frühjahr endgültig abgeschlossen wird und der Bereich gepflastert werden soll. Der Investor müsse dann dafür sorgen, dass der umgestaltete Bereich während der Bauarbeiten auf dem Grundstück geschützt werde, sagt Middelberg.

Bis 2003 stand ein Eckhaus auf dem Grundstück am Steintor, dann wurde es abgerissen. Quelle: Archiv

Die Geschichte des brachliegenden Grundstücks an der Kreuzung von Gartenstraße und Steinweg ist lang: Im Herbst 2003 hatte Eigentümer Matthias Laging dort ein historische Fachwerkhaus abreißen lassen. Er wollte ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus bauen. Die Baugenehmigung dafür lag schon vor. Doch immer wieder wurde der Baubeginn verschoben und die Fläche schließlich mehrfach verkauft. Die Baulücke am Rande der Altstadt ist für viele Bürger längst zum Ärgernis geworden. Sie wurde vor ihrer Einzäunung von vielen Autofahrern aber auch gerne als kostenloser Großparkplatz genutzt.

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