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13:16 23.08.2018
Ideenschmiede: Christina Unselt leitet die Arbeitsgruppe Veranstaltungen. Quelle: Wirausky
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Gehrden

Stolz sei er. Stolz darauf, dass so viele Gehrdener Interesse am künftigen Aussehen des Marktplatzes haben, sagte Bürgermeister Cord Mittendorf. Er hatte die Bürger aufgerufen, an einem Workshop zur Marktplatzgestaltung teilzunehmen. „Und ich bin begeistert von der Resonanz und der große Beteiligung“, sagte Mittendorf. Es sei für alle die große Chance, das Herzstück der Stadt zwischen Kirchstraße und Alte Straße nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, sagte Mittendorf zur Begrüßung der rund 100 Bürger, Anwohner, Geschäftsleute und Markthändler. Die Stadt wolle alle bei der Planung mitnehmen, und forderte die Anwesenden auf, Anregungen und Ideen einzubringen. Der Verwaltungschef machte deutlich: „Wir haben noch keinen Plan in der Schublade; alles ist möglich.“ Allerdings gibt es gewisse Rahmenbedingungen, die bei der Planung der Fläche berücksichtigt werden müssen: Baumschutz, die Grabstätten auf dem Kirchengelände, private Flächen, Lieferverkehr, Verkehrsführung oder Wochenmarkt.

Dicht gedrängt stehen die Workshop-Teilnehmer der Gruppe Repräsentation. Quelle: Wirausky

Unter der Federführung des Planungsbüros Freiraumplanung wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Themenbereichen Repräsentation, Kommunikation, Spielen, Relaxen und Veranstaltungen befassten. Und wurde dort eifrig diskutiert und es wurden fleißig Wünsche zusammengetragen. Die Gehrdener zeigten sich motiviert. „Ich bin hier, um meine Ideen loszuwerden“, sagte ein Bürger. Und eine Mitstreiterin lobte die Veranstaltung: „Es macht Spaß, Ideen für den Marktplatz zu sammeln.“

Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen kurz vorgestellt. So wünschen sich Teilnehmer, dass der historische Charakter des Marktplatzes erhalten bleibt. In diesem Zusammenhang wurde auch die bisherige Umgestaltung zwischen Neue Straße und Marktplatz kritisiert. Zu großräumig, zu grau und zu hell sei dieser Bereich geworden. Als einen Magnet für die Innenstadt betrachten viele Bürger Wasserspiele. Zudem soll der Markt ein Ort der Begegnung werden – für jung und alt. „Entsprechende Angebote sollen gemacht werden“, sagte Planer Stefan Bochnig. Spiele gehören unbedingt dazu. Ein spezieller Vorschlag: Die Einrichtung eines Themenspielplatzes „Arche Noah“, der Marktplatz und Kirche miteinander verbindet. In einer anderen Gruppe wurde wiederum gefordert, mehr Sitzgelegenheiten zu schaffen. Lebendiger soll die Innenstadt zudem durch mehr Veranstaltungen werden. „Es gibt viel Fantasie“, sagte Christina Unselt von der Stadt Gehrden.

Planer Stefan Bochnig sammelt an einer Pinwand die Ideen zum Thema Spielen. Quelle: Wirausky

Was von der Fülle an Ideen und Anregungen tatsächlich umgesetzt wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. „Es ist nun unsere Aufgabe, die verschiedenen Komponenten zusammenzufügen – auch Dinge, die sich auf den ersten Blick ausschließen“, sagte Thomas Ostermeyer vom zuständigen Planungsbüro. Und die Planer versprachen. „Wir nehmen alles mit.“ Der Blick werde sich dabei allerdings nicht ausschließlich auf den Marktplatz konzentrieren. „Auch der bereits abgeschlossene Bauabschnitt in der Fußgängerzone wird in das Konzept einbezogen“, sagte Ostermeyer. Ein Vorentwurf soll Ende November bei einer Folgeveranstaltung vorgestellt werden.

Ein Manko gab es denn doch. An dem Workshop nahmen keine Jugendliche und kaum junge Eltern teil. „Das ist bedauerlich“, gestand Landschaftsarchitektin Jessica Schütte, die die Gruppe Spielen moderierte. Ihr Vorschlag: Die Heranwachsenden sollten noch einmal gezielt angesprochen werden.

Von Dirk Wirausky

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