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Umland Gehrden Nachrichten Grüne kritisieren neues Baugebiet
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21:33 17.10.2012
Von Dirk Wirausky
Noch ist die Fläche hinter dem Sportplatz Ackerland. Quelle: Stefanie Heitmüller
Gehrden

Dabei richtete sich die Kritik der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen keineswegs gegen die Ideen der beauftragten Planungsbüros Lärchenberg, sondern gegen das Baugebiet an sich.

Was den Grünen sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass mehr als 20.000 Quadratmeter Sporterweiterungsfläche zu Bauland werden - „und das ohne öffentliche Diskussion“, sagte die Fraktionsvorsitzende Eva Kiene-Stengel. Dabei sei von der Stadt bislang nicht errechnet worden, welcher Bedarf an Sport- und Freizeitfläche in Gehrden bestehe - vor allem auch vor dem Hintergrund, dass Familien nach Gehrden gelockt werden sollen. Es werde Bauland geschaffen, und gleichzeitig fielen Flächen für Freizeitaktivitäten weg.

Noch einen zweiten Punkt bemängeln die Grünen: Die Stadt verzichtet darauf, in dem neuen Baugebiet Passivhausstandard vorzuschreiben. Sie bezuschusst Bauherrn, die sich für diese Variante entscheiden, zwar mit 3000 Euro. Für die Grünen ist das jedoch eine Mogelpackung. Das entspreche nicht dem vom Rat der Stadt verabschiedeten Klimaschutzaktionsprogramm, sagte Kiene-Stengel. Wenn schon weitere Flächen versiegelt würden, dann „klimaneutral in Passivhausbauweise mit klimaverträglichen Baumaterialien“.

Diese Vorbehalte teilen die anderen Fraktionen nicht. Sie setzen auf Freiwilligkeit und wollen möglichst schnell die Voraussetzungen schaffen, dass Grundstücke im Großen Neddernholz vermarktet werden können. Der vorgelegte Entwurf ist das Gerüst des Bebauungsplans. Bislang gibt es etwa 170 Interessenten für einen Bauplatz.

Das Baugebiet

Im Neubaugebiet Großen Neddernholz sollen auf einer Fläche von mehr als acht Hektar etwa 100 Bauplätze angeboten werden. Ziel ist es, noch in diesem Jahr alle benötigten Flächen aufzukaufen. Im Frühjahr des nächsten Jahres soll mit der Erschließung begonnen werden. Läuft alles nach Plan, könnten bereits in der zweiten Hälfte 2013 die ersten Familien ihre neuen Häuser im Gehrdener Osten beziehen. Die Pläne sehen unter anderem vor, das Baugebiet an die Robert-Bosch-Straße anzubinden, um den Verkehr von der Langen Feldstraße fernzuhalten. Dort liegen Schulen, Delfi-Bad, Jugendpavillon und die Sport-anlagen. Um die künftigen Hauseigentümer vor Lärm zu schützen, soll auf einem Erdwall neben der Bezirkssportanlage eine Lärmschutzwand von etwa 3,50 Meter Höhe angebracht werden.

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